• 05.01.2004, 15:10:28
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Tauschitz: Kein Zwang zur Ganztagsschule

Kein Abschieben von Kindern in die Schule - Verbesserung der Nachmittagsbetreuung Gebot der Stunde

Klagenfurt (OTS) - Die Junge Volkspartei Kärnten lehnt den
Vorschlag von SP-Spitzenkandidat Peter Ambrozy, wonach 50% der
heimischen Schulen bis 2010 zu Ganztagesschulen umfunktioniert werden
sollen, dezidiert ab. "Man darf die Schüler zur Ganztagesschule nicht
zwingen", warnt Stephan Tauschitz, Landesobmann der Jungen
Volkspartei Kärnten.

Das österreichische Schulsystem entspreche zwar nicht mehr den
aktuellen Anforderungen, die von der Gesellschaft gestellt werden;
die Schülerinnen und Schüler aber deshalb den ganzen Tag in die
Schule zu sperren, sei nicht der richtige Weg, ist man in den Jungen
Volkspartei überzeugt. Nachmittagsbetreuung solle zwar
professioneller und frequentierter, nicht aber verpflichtend
angeboten werden.

Wichtig ist Tauschitz vor allem die Wahlfreiheit. Diese sei in
der Ganztagsschule nicht mehr gegeben, wenn Pflichtfächer an allen
Wochentagen über Vormittag und Nachmittag verteilt würden, ist
Tauschitz überzeugt.

"Auch wenn Kinder Zeit in Anspruch nehmen, kann man sie nicht
einfach in die Schule abschieben", kritisiert der Landesobmann den
SP-Vorstoß. Jugendliche den ganzen Tag in der Schule zu lassen und
ihnen die Möglichkeit auf individuelle Freizeitgestaltung und die
Bildung sozialer Kompetenz außerhalb der Schule zu nehmen, sei
jedenfalls keine pädagogische Glanzleistung, ist Tauschitz überzeugt.

Wesentlich besser ist laut Tauschitz ein attraktives,
freiwilliges Nachmittagsbetreuungsangebot mit Wahlfreiheit:
Beispielweise bleibe der Jugendliche am Montag, Mittwoch und Freitag
am Nachmittag in der Schule und nehme das Betreuungsangebot mit
Lernzeiten, Sportzeiten und beispielsweise Benutzungsmöglichkeit des
Computerlabors an, am Dienstag verbringe er Zeit mit Freunden und am
Donnerstag sei er bei den Pfadfindern und dann beim Gitarrekurs in
der Musikschule.

Tauschitz: "Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen, ihre Freizeit
individuell zu gestalten. Bei Engagement in Vereinen, in der
Musikschule usw. wird man nicht nur vom Schulstress abgelenkt, man
entwickelt auch soziale Kompetenz. Das sind Dinge, die den
Jugendlichen erhalten bleiben müssen", schloss Tauschitz.

OTS0093    2004-01-05/15:10

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