- 05.01.2004, 08:27:00
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Mikl-Leitner: Initiative zur Aufdeckung versteckter Gehaltsunterschiede
Gemeinsames EU-Projekt soll Arbeitgeber sensibilisieren
St. Pölten (NÖI) - "Trotz gesetzlicher Bestimmungen verdienen
Frauen europaweit im Durchschnitt bei vergleichbarer Tätigkeit um
rund 30% weniger als Männer. Deswegen ist es mir wichtig, dass
Maßnahmen gesetzt werden, die zu einer gerechteren Verteilung führen.
Das EU-Projekt Observatoria ist hier ein wichtiges Instrument",
erklärt die für Frauenfragen zuständige Landesrätin Mag. Johanna
Mikl-Leitner.****
Observatoria wurde auf europäischer Ebene gemeinsam mit
Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien durchgeführt. Dabei
wurden praktikable Analyseverfahren und Umsetzungsstrategien
entwickelt. Die niederösterreichische Projektgruppe hat nun einen
Fragebogen entwickelt, der Unternehmen bei der Selbstanalyse
unterstützen soll. Denn meist sind die Gründe für die
unterschiedliche Entlohnung nicht beabsichtigt und auf den ersten
Blick gar nicht erkennbar. Die Erkenntnisse aus dem
Fragebogenverfahren sollen nun die Unterschiede transparenter machen,
so Mikl-Leitner.
"Derartige Initiativen sind ein Schritt in die richtige Richtung.
Wir müssen der Gesellschaft die Augen öffnen und insbesondere die
Arbeitgeber sensibilisieren, dass Frauen nicht länger benachteiligt
werden. Da hilft kein Jammern, sondern aktive Maßnahmen, wie dies im
Rahmen von Observatoria vorgezeigt wird", so Mikl-Leitner.
OTS0008 2004-01-05/08:27
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