• 01.01.2004, 10:16:49
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LH Haider fordert für 2004 eine zweite Steuersenkung

Nach den unteren Einkommen nun Mittelstand entlasten - Kaufkraft stärken und wirtschaftliche Position ausbauen

Klagenfurt (LPD) - Nach der mit heutigem Stichtag (1. Jänner)
umgesetzten Steuerentlastung für untere Einkommen fordert Kärntens
Landeshauptmann Jörg Haider für das Jahr 2004 eine zweite
Steuersenkung. Diese soll als Vorgriff auf die für 2005 geplante
zweite Etappe der Steuerreform eine massive Entlastung für den
Mittelstand zur Stärkung der Massenkaufkraft bringen und damit zu
einer weiteren Wirtschaftsbelebung beitragen.

Gut angefangen hat das neue Jahr für rund 91.100 Arbeitnehmer,
66.800 Pensionisten und rund 5000 Unternehmer in Kärnten. Denn seit
heute, Donnerstag, gilt eine Steuerbefreiung für
Brutto-Jahreseinkommen bis 14.500 Euro bei Arbeitnehmern bzw. bis
12.362 Euro bei Pensionisten. Bei Jahresbruttoeinkommen zwischen
17.000 und 25.000 Euro beträgt die Steuerentlastung zwischen 328 und
80 Euro. "Nun muss aber rasch eine Entlastung für den Mittelstand
folgen", fordert Haider einen zweite Steuersenkung noch für 2004,
rückwirkend mit 1. Jänner.

Für Haider geht es bei seiner Forderung nach Vorziehen von Teilen
des Steuerreformpaketes 2005 um eine Stärkung der Massenkaufkraft.
Entlastet werden sollen Bruttomonatseinkommen bis 3000 Euro. Der
Kärntner Landeshauptmann erwartet sich von diesem Schritt eine
weitere Konjunkturbelebung. Ein positives Investitionsklima stärke
gleichzeitig den Arbeitsmarkt, so Haider, der vor allem die Faktoren
"Fleiß und Leistung" wieder mehr belohnt sehen möchte. Neben der
Entlastung des Mittelstandes setzt Haider vor allem auch auf
steuerliche Begünstigungen für Alleinverdiener, Alleinerzieher und
Familien.

Wie Haider weiters betonte, könne Österreich damit seine Position
gegenüber dem Nachbarland Deutschland weiter verbessern. Denn bei der
Steuerreform habe Österreich deutlich die Nase vorne, so der Kärntner
Regierungschef. In Deutschland betrage die Steuerentlastung für 80
Millionen Einwohner 7,5 Milliarden Euro, in Österreich werden es bei
acht Millionen Einwohnern ca. 3,2 Milliarden Euro.

Die Verhandlungen über die nächsten Schritte der großen
Steuerreform gehen am 9. und 10. Jänner in einer großen Runde in Wien
über die Bühne. Anschließend finden Gespräche in Arbeitsgruppen
statt, sagte Haider, der sich konkrete Ergebnisse bis Mitte Februar
erwartet.
(Schluss)

OTS0015    2004-01-01/10:16

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