LH Haider: Kärnten gut vorbereitet auf neue Herausforderungen

Bilanz 2003: Infrastrukturprojekte, Bildung und Innovation stärkten Wirtschaftsstandort Kärnten

Klagenfurt (LPD) - Kärnten ist gut vorbereitet auf neue Herausforderungen. Das betonte heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg Haider, der anlässlich des Jahreswechsels Bilanz über wichtige Projekte und Erfolge des Jahres 2003 zog. Zukunftsweisende Infrastrukturprojekte, wie der Bau der Koralmbahn oder der Lippitzbachbrücke, sowie die Modernisierung von Bildungseinrichtungen und das neue Berufsschulkonzept würden den innovativen Standort Kärnten massiv aufwerten und neue Chancen eröffnen. Ansiedlungen internationaler Unternehmen sowie Studien renommierter Institute untermauerten dies, so Haider.

Als Wirtschaftsstandort sei Kärnten für große heimische und internationale Unternehmen in den letzten Jahren immer attraktiver geworden, meinte der Landeshauptmann und verwies auf die Ansiedlung mehrerer Weltmarktführer und "Global Player". Kärnten könne stolz darauf sein, gemeinsam mit dem Hightech-Konzern Infineon die Verlegung dessen Automotiven Bereiches von München in den Technologiepark Villach eingeleitet zu haben. Auch für das insolvente Unternehmen AIK Electronics sei im Jänner d.J. mit der Übernahme durch den börsennotierten Leiterplattenhersteller AT&S eine rettende Lösung gefunden worden. Seit der Ansiedlung dieses Unternehmens mit Weltruf habe sich der Standort Klagenfurt bewährt, weshalb AT&S hier sogar ein Kompetenzzentrum aufbaue. Bereits ausgebucht sei außerdem die erste Baustufe des "Lakeside Science & Technology Parks", wo Firmen wie z.B. Kapsch mit der Universität Klagenfurt kooperieren werden. 800 hochqualifizierte Arbeitsplätze mit der ersten Baustufe und 2.200 nach Fertigstellung des Parks würden vor allem der Kärntner Jugend einmalige Chancen bieten, betonte Haider.

Wesentliche Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur seien in diesem Zusammenhang ebenfalls unumgänglich. Kärnten dürfe verkehrstechnisch nicht umfahren werden und müsse seine vorteilhafte Lage im Zentrum des Alpen-Adria-Raumes wirtschaftlich nutzen, meinte der Landeshauptmann und verwies auf 2,2 Milliarden Euro, die Kärnten vom Bund für wichtige Zukunftsvorhaben ausverhandelt hat. Mit dem Jahrhundertprojekt Koralmbahn und deren Anschluss an die italienische Pontebbana sollen "Schienen in die Zukunft" gelegt werden. Im Dezember 2003 erfolgte der Spatenstich für einen Sondierstollen des 32,8 Kilometer langen Koralmtunnels, der das Herzstück der Zugsverbindung zwischen Klagenfurt und Graz bilden werde. 45.000 Arbeitsplätze während der Bauzeit, 167 Millionen Euro zusätzliche regionale Wertschöpfung und ein Gesamtwertschöpfungseffekt von 3,1 Milliarden Euro würden die gewaltige Dimension des Projektes unterstreichen, so Haider.

Die endgültige Startfreigabe für die Errichtung der Draubrücke Lippitzbach erfolgte im Dezember mit der Vergabe der Bauarbeiten an die Klagenfurter Firma Massivbau. Die Brücke, welche den wichtigen und direkten Anschluss des Südkärntner Raumes und auch Sloweniens an die A2 Südautobahn ermöglichen wird, soll im Mai 2006 fertig gestellt sein, kündigte Haider an. Weitere Infrastrukturprojekte, wie der Ausbau der Drautal Straße, der Neubau des Klagenfurter Hauptbahnhofes, die zweiten Röhren für Katschberg-, Tauern- und Gräberntunnel, die Errichtung der Autobahnraststation Wörther See und der Autobahn-Vollausbau Pack-Abschnitt seien 2003 ebenfalls erfolgreich gelaufen. Auch die Solarförderoffensive des Landes habe mit rund 4.500 Anträgen großen Zuspruch geerntet.

Um der Wirtschaft gut ausgebildete und hochmotivierte Fachkräfte bieten zu können, setze Kärnten außerdem auf die Modernisierung seiner Bildungseinrichtungen und das neue Berufsschulkonzept, das den Aufbau von Kompetenzzentren vorsehe. Kärnten befinde sich dadurch österreichweit auf dem ersten Platz beim Angebot von IT-Klassen an höheren Schulen, lückenlos sei nunmehr auch das Kärntner Schulnetz, bilanzierte Haider in seiner Funktion als Bildungsreferent. Neben dem abgeschlossenen Ausbau der Kärntner Fachhochschulen und der neuen IT-HTL in Villach seien auch die Berufsschulen Wolfsberg und St. Veit fertiggestellt. Die Mechatronik Werkmeisterschule in Villach werde 2004 eröffnet. Wesentlich sei auch die Lehrlingsheimoffensive mit der Renovierung der Unterkünfte in Villach, Wolfsberg und St. Veit gewesen.

Um vorhandene Kräfte im Bereich Forschung und Entwicklung zu bündeln, wurde die Errichtung der einheitlichen Kärntner Forschungsgesellschaft "Carinthian Research" in die Wege geleitet, verwies der Landeshauptmann auf einen weiteren Erfolg des Jahres 2003. Die Gesellschaft soll die außeruniversitäre Forschung in Kärnten koordinieren, ihr Gewicht gegenüber nationalen und internationalen Partnern erhöhen und den Technologietransfer zur Kärntner Wirtschaft verbessern. Sie soll sich im Eigentum der BABEG befinden und das Villacher "Carinthian Tech Research" (CTR), das St. Veiter "Kompetenzzentrum Holz" (K-Wood) sowie den Klagenfurter "Lakeside Science & Technology Park" unter einem Dach konzentrieren. (Schluss)

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