- 31.12.2003, 10:41:07
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LH Haider: Kärnten gut vorbereitet auf neue Herausforderungen
Bilanz 2003: Infrastrukturprojekte, Bildung und Innovation stärkten Wirtschaftsstandort Kärnten
Klagenfurt (LPD) - Kärnten ist gut vorbereitet auf neue
Herausforderungen. Das betonte heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg
Haider, der anlässlich des Jahreswechsels Bilanz über wichtige
Projekte und Erfolge des Jahres 2003 zog. Zukunftsweisende
Infrastrukturprojekte, wie der Bau der Koralmbahn oder der
Lippitzbachbrücke, sowie die Modernisierung von Bildungseinrichtungen
und das neue Berufsschulkonzept würden den innovativen Standort
Kärnten massiv aufwerten und neue Chancen eröffnen. Ansiedlungen
internationaler Unternehmen sowie Studien renommierter Institute
untermauerten dies, so Haider.
Als Wirtschaftsstandort sei Kärnten für große heimische und
internationale Unternehmen in den letzten Jahren immer attraktiver
geworden, meinte der Landeshauptmann und verwies auf die Ansiedlung
mehrerer Weltmarktführer und "Global Player". Kärnten könne stolz
darauf sein, gemeinsam mit dem Hightech-Konzern Infineon die
Verlegung dessen Automotiven Bereiches von München in den
Technologiepark Villach eingeleitet zu haben. Auch für das insolvente
Unternehmen AIK Electronics sei im Jänner d.J. mit der Übernahme
durch den börsennotierten Leiterplattenhersteller AT&S eine rettende
Lösung gefunden worden. Seit der Ansiedlung dieses Unternehmens mit
Weltruf habe sich der Standort Klagenfurt bewährt, weshalb AT&S hier
sogar ein Kompetenzzentrum aufbaue. Bereits ausgebucht sei außerdem
die erste Baustufe des "Lakeside Science & Technology Parks", wo
Firmen wie z.B. Kapsch mit der Universität Klagenfurt kooperieren
werden. 800 hochqualifizierte Arbeitsplätze mit der ersten Baustufe
und 2.200 nach Fertigstellung des Parks würden vor allem der Kärntner
Jugend einmalige Chancen bieten, betonte Haider.
Wesentliche Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur seien in
diesem Zusammenhang ebenfalls unumgänglich. Kärnten dürfe
verkehrstechnisch nicht umfahren werden und müsse seine vorteilhafte
Lage im Zentrum des Alpen-Adria-Raumes wirtschaftlich nutzen, meinte
der Landeshauptmann und verwies auf 2,2 Milliarden Euro, die Kärnten
vom Bund für wichtige Zukunftsvorhaben ausverhandelt hat. Mit dem
Jahrhundertprojekt Koralmbahn und deren Anschluss an die italienische
Pontebbana sollen "Schienen in die Zukunft" gelegt werden. Im
Dezember 2003 erfolgte der Spatenstich für einen Sondierstollen des
32,8 Kilometer langen Koralmtunnels, der das Herzstück der
Zugsverbindung zwischen Klagenfurt und Graz bilden werde. 45.000
Arbeitsplätze während der Bauzeit, 167 Millionen Euro zusätzliche
regionale Wertschöpfung und ein Gesamtwertschöpfungseffekt von 3,1
Milliarden Euro würden die gewaltige Dimension des Projektes
unterstreichen, so Haider.
Die endgültige Startfreigabe für die Errichtung der Draubrücke
Lippitzbach erfolgte im Dezember mit der Vergabe der Bauarbeiten an
die Klagenfurter Firma Massivbau. Die Brücke, welche den wichtigen
und direkten Anschluss des Südkärntner Raumes und auch Sloweniens an
die A2 Südautobahn ermöglichen wird, soll im Mai 2006 fertig gestellt
sein, kündigte Haider an. Weitere Infrastrukturprojekte, wie der
Ausbau der Drautal Straße, der Neubau des Klagenfurter
Hauptbahnhofes, die zweiten Röhren für Katschberg-, Tauern- und
Gräberntunnel, die Errichtung der Autobahnraststation Wörther See und
der Autobahn-Vollausbau Pack-Abschnitt seien 2003 ebenfalls
erfolgreich gelaufen. Auch die Solarförderoffensive des Landes habe
mit rund 4.500 Anträgen großen Zuspruch geerntet.
Um der Wirtschaft gut ausgebildete und hochmotivierte Fachkräfte
bieten zu können, setze Kärnten außerdem auf die Modernisierung
seiner Bildungseinrichtungen und das neue Berufsschulkonzept, das den
Aufbau von Kompetenzzentren vorsehe. Kärnten befinde sich dadurch
österreichweit auf dem ersten Platz beim Angebot von IT-Klassen an
höheren Schulen, lückenlos sei nunmehr auch das Kärntner Schulnetz,
bilanzierte Haider in seiner Funktion als Bildungsreferent. Neben dem
abgeschlossenen Ausbau der Kärntner Fachhochschulen und der neuen
IT-HTL in Villach seien auch die Berufsschulen Wolfsberg und St. Veit
fertiggestellt. Die Mechatronik Werkmeisterschule in Villach werde
2004 eröffnet. Wesentlich sei auch die Lehrlingsheimoffensive mit der
Renovierung der Unterkünfte in Villach, Wolfsberg und St. Veit
gewesen.
Um vorhandene Kräfte im Bereich Forschung und Entwicklung zu
bündeln, wurde die Errichtung der einheitlichen Kärntner
Forschungsgesellschaft "Carinthian Research" in die Wege geleitet,
verwies der Landeshauptmann auf einen weiteren Erfolg des Jahres
2003. Die Gesellschaft soll die außeruniversitäre Forschung in
Kärnten koordinieren, ihr Gewicht gegenüber nationalen und
internationalen Partnern erhöhen und den Technologietransfer zur
Kärntner Wirtschaft verbessern. Sie soll sich im Eigentum der BABEG
befinden und das Villacher "Carinthian Tech Research" (CTR), das St.
Veiter "Kompetenzzentrum Holz" (K-Wood) sowie den Klagenfurter
"Lakeside Science & Technology Park" unter einem Dach konzentrieren.
(Schluss)
OTS0022 2003-12-31/10:41
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