Parnigoni: Neuauflage des Adonis-Desasters muss verhindert werden

"Vertrauen in Managementqualitäten Strassers denkbar gering"

Wien (SK) In Zusammenhang mit der Neuausschreibung des
digitalen Blaulichtfunknetzes durch das Innenministerium bekräftigt SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni seine Hoffnung, dass "das bereits für März 2003 versprochene österreichweite Funknetz für die Exekutive und die Blaulichtorganisationen irgendwann doch noch Gestalt annimmt" - nachdem 100 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden, hundert Arbeitsplätze der Firma "mastertalk" vernichtet wurden und sinnlos wertvolle Zeit verloren ging. "Das Vertrauen in die Managementqualitäten Strassers sei jedenfalls denkbar gering", so Parnigoni: Das Scheitern des Projekts Adonis sei u.a. darauf zurückzuführen, dass Strasser die Länder nicht zeitgerecht eingebunden und das Vertrauen in die Blaulichtorganisationen verspielt hat. Die potentiellen Benutzer seien über die Kosten bis zuletzt im Unklaren gewesen und die erforderlichen Verträge seien nicht abgeschlossen worden. "Eine Neuauflage des Adonis-Desasters muss verhindert werden", sagte Parnigoni am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und appellierte an Innenminister Strasser, "aus seinen Fehlern zu lernen". Die SPÖ hat im Oktober dieses Jahres eine Prüfung des gescheiterten Projekts Adonis durch den Rechnungshof beantragt. ****

Das einheitliche Funknetz sei dringend notwendig - für die Blaulichtorganisationen ebenso wie für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Die Einsatzkräfte würden immer wieder darüber berichten, dass der Funkkontakt laufend abbricht und Netze ausfallen. "Die Organisationen warten seit Jahren auf ein neues Funknetz. Und das Innenministerium hat in Hinblick auf dieses versprochene Netz jede Investition ausgesetzt. Tatsache ist: die Einsatzkräfte stehen vor der absoluten Funkstille", so Parnigoni.

Interessant ist für den SPÖ-Sicherheitssprecher nun die Frage, was passiert, wenn Siemens nach der Neuausschreibung nicht den Zuschlag erhält: Wird dann der Schadenersatzanspruch in der Höhe von 100 Millionen Euro fällig? (Schluss) se

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