• 18.12.2003, 14:28:26
  • /
  • OTS0170 OTW0170

Gradwohl: Schweinepreise am Boden - KonsumentInnen gehen leer aus!

Wien (SK) "Im Auf und Ab des europaweiten Schweinezyklus haben die
Produzentenpreise wieder einmal die Talsohle erreicht. Die
österreichischen KonsumentInnen jedoch werden von dieser Talfahrt der
Preise nicht im selben Maße profitieren, wie die Schweinebauern
Verluste machen werden. Seit Jahren fordern wir eine Vertiefung und
Verbreitung des Bündnisses Konsumenten und Produzenten. Die
Standesvertretung jedoch hat unser Angebot zum wiederholten Male
negiert und sucht ihr Heil in Produktionsausweitungen und
Subventionserhöhungen", erklärte SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl
Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Wo bleibt die Standesvertretung, wenn es darum geht, die bäuerlichen
Produzenten gegen das brutale Diktat der Handelsketten, zu
unterstützen? Ich bin davon überzeugt, dass dies sicherlich auch im
Sinne der Mehrheit der Konsumenten wäre. Wo bleibt beispielsweise die
Agrarmarkt Austria, die sich bei jeder bietenden Gelegenheit mit
ihren Verträgen mit der Handelskette "Spar" brüstet, wenn es um das
Preisdiktat der Handelskonzerne geht? Offenbar glaubt die Agrarmarkt
Austria Marketing Gesellschaft, ein 'Pickerl' genügt", so Gradwohl.

Auch in der Landwirtschaft bedürfe es gewisser staatlicher
Lenkungsinstrumente, weil der Markt aus Sicht der Menschen von sich
aus weder langfristig ökonomisch, noch ökologisch und sozial ist.
Eine Verstärkung des Bündnisses mit den KonsumentInnen, hohe
Qualität, maximale Sicherheit sowie Abbau der Überproduktion und
Konzentration auf regionale Märkte und Spezialprodukte seien die
Grundlage, den "Klauen des Weltmarktes und der Abhängigkeit von
Subventionen" zu entkommen, schloss Gradwohl. (Schluss) cs/mp/mm

OTS0170    2003-12-18/14:28

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel