• 18.12.2003, 13:46:20
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Kinderfreunde stellen Kalender "Papa aktiv" vor

Wien (SK) Die Kinderfreunde stellten am Donnerstag ihren Kalender
"Papa aktiv" vor, der im Rahmen einer seit November laufenden
Kampagne Väter "vom Kleinkind bis zum erwachsenen Kind" abbildet,
sagte Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen
Kinderfreunde. "Nach dem Bauernkalender, dem Feuerwehrkalender, dem
Hausfrauen- und Polizeikalender bietet der Vaterkalender Ästhetik auf
höchstem Niveau, ohne dass nackte Haut im Vordergrund steht", so
Rammer. Ablichtet wurden Vater-Kind Beziehungen, die von
Fürsorglichkeit und Wärme gekennzeichnet sind, fuhr Rammer fort. Der
Kalender ist ein Bestandteil einer Väterkampagne der Österreichischen
Kinderfreunde, die unter anderem für das Vaterschutzmonat bei vollem
Lohnausgleich eintritt. Weitere Forderungen beinhalten den Appell
"Mehr Väter in Karenz" sowie das "Recht auf Teilzeit", um "mehr Zeit
für das Vater-Sein" zu ermöglichen.****

"Der Kalender ist ein Baustein eines Vorhabens der
Österreichischen Kinderfreunde, um das Bewusstsein der Väter zu
stärken", erklärte Rammer. Weiters soll durch den Kalender auf eine
gerechte Verteilung der Geschlechterrollen aufmerksam gemacht werden,
so Rammer weiter. "Die Fotos porträtieren keine Ausnahmesituationen
sondern stellen alltägliche Begebenheiten dar", sagte Peter Uhrmann,
einer der im Kalender abgebildeten Väter. Die Modells sowie der
Fotograf Manfred Klimek, der "eine Koryphäe auf dem Gebiet der
Portraitfotografie ist und unter anderem Johnny Depp und Gerhard
Schröder vor die Linse holte", stellten ihre Dienste unentgeltlich
zur Verfügung, erklärte Rammer das Zustandekommen des Kalenders. In
einer Auflage von 2000 Stück kann der Kalender bei den Kinderfreunden
telefonisch oder via Internet unter www.kinderfreunde.at online
bestellt werden. Weiters kann der Kalender in der
"Spielzeugsschachtel" in Rauhensteingasse 5, im ersten Wiener
Gemeindebezirk, zu einem Stückpreis von 20 Euro - beziehungsweise 15
Euro für Mitglieder - erworben werden.

Der "Papa aktiv" Kalender ist Teil einer Kampgange der
Österreichischen Kinderfreunde, deren Hauptforderung der
Vaterschutzmonat ist: Väter sollen im ersten Monat bei vollem
Lohnausgleich bis zur Höchstbemessungsgrundlage beim Neugeborenen zu
Hause bleiben können, erklärte Rammer. Motiviert vom europäischen
Norden, "wo es in dieser Frage eine weiter entwickelte Gesellschaft
gibt und wo auch die Geburtenrate wesentlich höher liegt als bei
uns", sollen Männer dazu motiviert werden, die emotionale Beziehung
zu ihrem Kind zu stärken. Gerade das erste Monat, "wo ohnehin das
Leben völlig auch dem Kopf gestellt wird" sei für die
Vater-Kind-Bindung entscheidend, stellte Rammer klar. Die Kosten für
das Vaterschutzmonat sollen vom Staat und von der Wirtschaft geteilt
werden.

Eine weitere Forderung der Kinderfreunde ist die Wahlfreiheit
der Väterkarenz, wonach individuelle Karenzmodelle durch die
Adaptierung des Kindergeldes ermöglicht werden sollte. Nach diesem
Modell sollen Eltern wählen können, ob sie lieber nacheinander in
Vollkarenz gehen oder es bevorzugen, gleichzeitig Teilkarenz in
Anspruch zu nehmen. Dabei dürfe die Karenz nicht mit beruflichen
Nachteilen einhergehen und karenzwillige ArbeitnehmerInnen dürften
mit keinerlei Diskriminierung konfrontiert werden. Die
Kindergeldsumme soll gleich bleiben, wobei jedoch bei einem kurzen
Karenzzeitraum mehr Geld pro Monat zur Verfügung stehe
beziehungsweise weniger Geld, wenn sich die Eltern für einen längeren
Karenzzeitraum entscheiden.

Die dritte Forderung der Österreichischen Kinderfreunde beinhaltet
einen Rechtsanspruch auf Teilzeit, der Eltern bis zum Schuleintritt
ihres Kindes gewährt werden sollte. Besonders für Väter sei es meist
leichter, die Arbeitszeit zu reduzieren als ganz aus dem Job
auszusteigern, untermauern die Kinderfreunde ihre Forderung. Wird die
Arbeitszeit aufgrund von Betreuungspflichten reduziert, so muss sie
mit einem Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle verbunden sein. In
diesem Kontext weisen die Kinderfreunde auch darauf hin, dass sich
familienbedingte Teilzeit auf den weiteren Karriereverlauf der
ArbeitnehmerInnen nicht negativ auswirken dürfe. (Schluss) gg

OTS0163    2003-12-18/13:46

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK

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