- 18.12.2003, 12:13:33
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Internationaler Tag der Migranten Gesundheitsinformationen des Österreichischen Roten Kreuzes in türkischer und serbo-kroatisch-bosnischer Sprache
Wien (Rotes Kreuz) - Migranten in Österreich sind im Vergleich zur
einheimischen Bevölkerung höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt und
haben - unter anderem auch sprachlich bedingt - zusätzlich einen
erschwerten Zugang zu medizinischen Einrichtungen, insbesondere auch
Vorsorgemaßnahmen. Diese beiden Faktoren tragen dazu bei, dass ihr
Gesundheitszustand allgemein schlechter ist als jener von
Österreichern.
Das Österreichische Rote Kreuz sorgt nun für einen besseren
Informationsstand: Die umfassende Broschüre "Gesund bleiben und mit
Krankheiten umgehen" wurde in Türkisch und Serbokroatisch-Bosnisch
herausgegeben. Rechtzeitig zum Internationalen Tag der Migranten
steht die Publikation zur Verfügung.
Der Österreichische Migrations- und Integrationsbericht zeigt klar
auf, dass es um den Gesundheitszustand von Migranten schlecht
bestellt ist. So geben beispielsweise nur mehr 13 % der über
60-jährigen Migranten an, sich gesund zu fühlen. Bei gleichaltrigen
Nichtzugewanderten sind das immerhin noch 24 %. Ein spezielles Risiko
stellen für Migranten Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere bei
Frauen, dar. Belastungen durch die berufliche Lage, die
Wohnsituation, finanzielle Probleme, materielle und rechtliche
Unsicherheiten sowie alltägliche Diskriminierungserfahrungen
verschärfen die ohnehin prekäre Situation weiter.
Der Migrations- und Integrationsbericht empfiehlt als eine Maßnahme
zur Gesundheitsförderung eine Informationskampagne für Betroffene in
deren Muttersprache. Die neuen Broschüren des Österreichischen Roten
Kreuzes sind ein wichtiger Schritt dazu.
Auf 46 Seiten wird über die wichtigsten Voraussetzungen um gesund zu
bleiben aufgeklärt, es werden Tipps zur Krankheitsvorbeugung gegeben,
"normale" Veränderungen im Alter beschrieben und darüber informiert,
wie Krankheiten erkannt und damit umgegangen werden kann. Darüber
hinaus wird erklärt, wie Kranke richtig gepflegt werden können und
auch Fragen im Zusammenhang mit Sterben und Tod werden nicht
ausgeklammert. Nicht zuletzt enthält die Broschüre auch Informationen
darüber, welche Unterstützungen die Gesundheits- und Sozialen
Diensten des Österreichischen Roten Kreuzes bieten können. Ein
umfangreicher Service-Block mit allen relevanten Adressen und
Telefonnummern rundet die Broschüre ab. Bei der Gestaltung wurde
großer Wert auf ansprechende Grafik und unterhaltsame Illustrationen
sowie leichte Lesbarkeit gelegt. Die Betroffenen sollen schnell die
wichtigen Informationen finden, aber auch zum weiterschmökern
animiert werden.
OTS0114 2003-12-18/12:13
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