Prets: Diskriminierung von MS-Patienten beenden!

Wien (SK) "In einer heute vom Europäischen Parlament beschlossenen Petition wird gefordert, dass die Erforschung der nach wie vor weitgehend unbekannten Ursachen für Multiple Sklerose (MS) im kommenden 7. EU-Forschungsrahmenprogramm zur Priorität gemacht wird. Das 6. Rahmenprogramm wurde seiner Verpflichtung, Behindertenfragen in sämtlich EU-Politiken einzubeziehen, nämlich nicht gerecht", erklärt die SPÖ-EU-Abgeordnete Christa Prets am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. In Zusammenarbeit mit der WHO soll in den EU eine epidemiologische Dringlichkeitsstudie, mit dem Ziel Daten zur Klärung der Ursachen für MS zu finden, durchgeführt werden. Weiters soll ein "code of best practices" betreffend MS entwickelt und europaweit umgesetzt werden. ****

"Das Schreiben einer 31-jährigen an Multipler Sklerose erkrankten Britin an den Präsidenten des Europäischen Parlaments war der Anlass für die Behandlung des Themas MS im Petitionsausschuss", erklärt Christa Prets heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bei MS handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und der Nervenfasern selbst. Die entstehenden Läsionen behindern den Nerv in seiner Funktionsweise und verursachen ein umfassendes und unvorhersehbares Maß an Behinderungen, bis hin zum völligen Verlust von Körperfunktionen. MS ist die häufigste Ursache für Behinderungen unter jungen Menschen, rund zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. In der EU gibt es 400.000 Erkrankte, in Österreich 8.000.

Prets: "Nach wie vor gibt es zu wenig oder keine Spezialkliniken und Pflegeheime für junge Menschen. In den meisten Fällen werden diese Personen in herkömmlichen Heimen für ältere Menschen untergebracht, die jedoch nicht ihren Bedürfnissen entsprechen". Die Petition unterstütze daher auch das Recht von Behinderten auf ein eigenständiges Leben, verbunden mit der rechtzeitigen und adäquaten Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialdiensten.

Weiters werden die EU-Mitgliedsstaaten angehalten, Rahmengesetze zur Sicherung der Arbeitsplätze von an MS erkrankten Personen zu sichern. "Die EU-Kommission ihrerseits wurde aufgefordert, einen Vorschlag über eine umfassende Richtlinie über die Rechte von Behinderten vorzulegen. Unser aller Ziel muss sein, dass sämtliche Hürden, die einen gleichberechtigten Zugang von Behinderten zu Gütern und Dienstleistungen erschweren, aus dem Weg geräumt werden", so Prets abschließend. (Schluss) up/mm

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