• 17.12.2003, 13:08:35
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Prets: Diskriminierung von MS-Patienten beenden!

Wien (SK) "In einer heute vom Europäischen Parlament beschlossenen
Petition wird gefordert, dass die Erforschung der nach wie vor
weitgehend unbekannten Ursachen für Multiple Sklerose (MS) im
kommenden 7. EU-Forschungsrahmenprogramm zur Priorität gemacht wird.
Das 6. Rahmenprogramm wurde seiner Verpflichtung, Behindertenfragen
in sämtlich EU-Politiken einzubeziehen, nämlich nicht gerecht",
erklärt die SPÖ-EU-Abgeordnete Christa Prets am Mittwoch gegenüber
dem Pressedienst der SPÖ. In Zusammenarbeit mit der WHO soll in den
EU eine epidemiologische Dringlichkeitsstudie, mit dem Ziel Daten zur
Klärung der Ursachen für MS zu finden, durchgeführt werden. Weiters
soll ein "code of best practices" betreffend MS entwickelt und
europaweit umgesetzt werden. ****

"Das Schreiben einer 31-jährigen an Multipler Sklerose erkrankten
Britin an den Präsidenten des Europäischen Parlaments war der Anlass
für die Behandlung des Themas MS im Petitionsausschuss", erklärt
Christa Prets heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bei MS handelt es
sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und
der Nervenfasern selbst. Die entstehenden Läsionen behindern den Nerv
in seiner Funktionsweise und verursachen ein umfassendes und
unvorhersehbares Maß an Behinderungen, bis hin zum völligen Verlust
von Körperfunktionen. MS ist die häufigste Ursache für Behinderungen
unter jungen Menschen, rund zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen.
In der EU gibt es 400.000 Erkrankte, in Österreich 8.000.

Prets: "Nach wie vor gibt es zu wenig oder keine Spezialkliniken und
Pflegeheime für junge Menschen. In den meisten Fällen werden diese
Personen in herkömmlichen Heimen für ältere Menschen untergebracht,
die jedoch nicht ihren Bedürfnissen entsprechen". Die Petition
unterstütze daher auch das Recht von Behinderten auf ein
eigenständiges Leben, verbunden mit der rechtzeitigen und adäquaten
Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialdiensten.

Weiters werden die EU-Mitgliedsstaaten angehalten, Rahmengesetze zur
Sicherung der Arbeitsplätze von an MS erkrankten Personen zu sichern.
"Die EU-Kommission ihrerseits wurde aufgefordert, einen Vorschlag
über eine umfassende Richtlinie über die Rechte von Behinderten
vorzulegen. Unser aller Ziel muss sein, dass sämtliche Hürden, die
einen gleichberechtigten Zugang von Behinderten zu Gütern und
Dienstleistungen erschweren, aus dem Weg geräumt werden", so Prets
abschließend. (Schluss) up/mm

OTS0137    2003-12-17/13:08

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

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