Gentechnik: Scheele: sieht Chancen für Koexistenz-Regelungen in EU

Europaparlament sollte Haltung des Umweltausschusses unterstützen

Wien (SK) "Die Tatsache, dass die EU-Kommission das Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetz nicht beeinsprucht hat, zeigt, dass eine vernünftige Koexistenz-Regelung auf europäischer Ebene sehr wohl Chancen hat." Dies erklärt Karin Scheele, SPÖ-Europaabgeordnete und Berichterstatterin zur "Verordnung über genetisch veränderte Lebens-und Futtermittel", im Vorfeld der heutigen EP-Aussprache zu diesem Thema. Konkret diskutiert wird dabei der Initiativbericht über die "Koexistenz zwischen gentechnisch veränderte Kulturpflanzen und konventionellen und ökologischen Kulturpflanzen". ****

"Ich hoffe sehr, dass bei der morgigen Abstimmung auch die wesentlichsten Punkte aus der von mir verfassten Stellungnahme des Umweltausschusses berücksichtigt werden", betont Scheele.

Konkret nennt die Europaabgeordnete etwa die Schwelle für eine gentechnische Verunreinigungen von Saatgut. "Dieser Grenzwert muss so niedrig wie möglich angesetzt werden, also genau an der Nachweisbarkeitsgrenze liegen. Auch das Verursacherprinzip muss gelten. Wer GVO-Saatgut einbringt, muss auch die Verantwortung dafür tragen, dass die Verbreitung nicht unkontrolliert abläuft." Außerdem müsse es möglich sein, in geographisch begrenzten Gebieten gentechnikfreie Zonen zu schaffen.

Aus aktuellem Anlass weist Scheele auch nochmals auf den Artikel 26a in der "Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel" hin. Als zuständige Berichterstatterin habe sie hier eine Regelung erkämpft, die den Mitgliedstaaten die Möglichkeit gibt, Maßnahmen zu setzen, die die Koexistenz und damit die Wahlfreiheit der Konsumenten sichern. Scheele: "Einmal mehr fordere ich die EU-Länder nachdrücklich auf, diesen Spielraum zu nutzen. Das Beispiel Kärnten zeigt, dass dies möglich ist." (Schluss) wf/mm

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