- 17.12.2003, 10:35:51
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Naturschutz-Investitionsprogramm für "Lebensraum Wasser"
Gewässervernetzungen und Fischaufstiegshilfen an Flüssen
St. Pölten (NLK) - Sei es eine Fischaufstiegshilfe in Judenau, die
Umgestaltung einer Wehranlage, die Errichtung einer
Fischaufstiegshilfe an der Erlauf, das Life-Projekt "Lebensraum
Huchen" oder eine Initiative zur Erfassung und Steigerung der
niederösterreichischen Bachforellenbestände - dem "Lebensraum Wasser"
und damit dem Fischbestand wird vom NÖ Naturschutzreferat auch im
Jahr 2004 höchste Aufmerksamkeit geschenkt. "Der Wasserverband Tulln
bekommt für die Errichtung einer Fischaufstiegshilfe an der Großen
Tulln in Judenau eine Förderung von 75.000 Euro aus dem NÖ
Landschaftsfonds", berichtet Landesrat Emil Schabl. Ebenso bekomme
die EVN für die naturverträgliche Umgestaltung einer bestehenden
Wehranlage inklusive der Errichtung einer Fischaufstiegshilfe an der
Erlauf eine Förderung von 100.000 Euro. Die Gesamtkosten für das
Projekt in Judenau betragen 150.000 Euro, jene des Projekts an der
Erlauf 340.000 Euro.
Für das Projekt "Lebensraum Huchen" - die Vernetzung der
Fließwasserstrecken von Melk, Mank und Pielach mit der Donau zur
Erleichterung der Fischwanderungen und zur Stärkung des
Huchen-Bestands - werden im Jahr 2004 220.000 Euro aufgewendet. Die
Gesamtkosten dieses über mehrere Jahre laufenden Projekts betragen
nicht weniger als 3,6 Millionen Euro. "Insgesamt sind Maßnahmen an
derzeit 13 Hindernissen geplant. Bei Abschluss kann damit für die
Fische ein frei passierbarer Fließwasserverbund von nicht weniger als
78 Kilometern - mit der Wachau - erreicht werden", erläutert Schabl.
Beim Projekt zur Renaturierung der niederösterreichischen
Bachforellen, welches bis zum Jahr 2007 laufen soll, geht es vor
allem um die Erhebung und Klassifizierung der Bestände sowie die
Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung des Bestands bzw. zur
Wiederansiedlung. "Dort, wo in der Vergangenheit viele ‚Sünden' gegen
die natürlichen Flussläufe und damit gegen den Fischbestand gesetzt
wurden, soll nun alles Mögliche getan werden, der Natur wieder zu
ihrem Recht zu verhelfen", argumentiert Schabl.
OTS0053 2003-12-17/10:35
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