- 16.12.2003, 10:48:31
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"Weltjournal" am 17. Dezember im ORF
Irak: Nach Saddams Verhaftung
Wien (OTS) - Annette Scheiner präsentiert im "Weltjournal" am
Mittwoch, dem 17. Dezember 2003, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende
Beiträge:
Irak: Nach Saddams Verhaftung
Ist mit der Verhaftung des Diktators der Widerstandsbewegung das
Rückgrat abhanden gekommen oder fordert die Demütigung des ehemaligen
Staatschefs neue Aggressionen heraus? Wie reagieren Saddam Husseins
ehemalige Anhänger und Gegner auf die neue Situation im Irak.
Friedrich Orter zeichnet für das "Weltjournal" die veränderte
Stimmungslage der Iraker nach dem 14. Dezember.
Simbabwe: Der Absturz des Musterlands
Vor einer Woche ist Simbabwe, die ehemalige britische Kolonie
Rhodesien, aus dem Commonwealth ausgetreten. Anlass waren die
Sanktionen der Gemeinschaft gegen Staatschef Robert Mugabe, der sich
bei den Wahlen 2002 nur mit massiven Wahlfälschungen und Knebelung
der Medien an der Macht halten konnte. Mugabe galt einst als
politische Hoffnung Schwarzafrikas, Simbabwe als Musterland, in dem
die schwarze Bevölkerung in Frieden mit den einstigen Kolonialherren
lebte. Doch der vom Machtverlust bedrohte Präsident hetzte die
schwarze Bevölkerung gegen die weißen Farmer auf, ließ deren Farmen
enteignen und trieb damit das von der Landwirtschaft lebende Simbabwe
an den Rand des Ruins. Journalisten sind seit langem ausgesperrt, der
"Weltjournal"-Reporterin Julieta Rudich gelang dennoch eine
Reportage, in der sie den Kampf der Menschen und der Opposition ums
Überleben schildert.
Dänemark: Das Ende der Hippie-Stadt
1971 - mitten in der Flower-Power-Bewegung - gründeten ein paar junge
Dänen auf einem verlassenen Militärgelände mitten in Kopenhagen die
"Freistadt" Christiania. Basisdemokratie, freie Lebensformen,
Haschisch-Konsum - alles das wurde in Hippie-Stadt in die Tat
umgesetzt. Vor allem der Drogenkonsum führte immer wieder zu
Auseinandersetzungen mit Politik und Polizei, doch schließlich setzte
sich Christiania als soziales Experiment durch. Harte Drogen wurden
geächtet, Steuern und Abgaben gezahlt, eine funktionierende
Infrastruktur aufgebaut. Es schien endgültig Friede zu herrschen. Die
neue rechtsliberale Regierung hat Christiania aber nun den Kampf
angesagt. Auf dem wertvollen Gelände mitten in der Stadt sollen neue
Wohnungen entstehen. Freddy Iversen, der schon vor 27 Jahren für die
ORF-Sendung "Ohne Maulkorb" berichtet hatte, hat die bedrohte
Hippie-Stadt besucht.
Ecuador: Der Aufstand der Indios
Der Sturz des bolivianischen Präsidenten durch die Indio-Bewegung
wirft ein Schlaglicht auf die politische Emanzipation der
indianischen Urbevölkerung in Lateinamerika. Im Nachbarland Ecuador
hat eine Front aus Gewerkschaften und Indio-Politikern dem dortigen
Präsidenten Gutierrez den Kampf angesagt. Und die Indios in Ecuador
haben Erfahrung im Absetzen der Mächtigen. Vor knapp vier Jahren
jagten sie den damaligen Präsidenten davon, nach monatelangen
Demonstrationen und Protesten brachten sie Gutierrez an die Macht und
wurden in seine Regierung eingebunden. Gutierrez aber verfolgte
entgegen seinen Versprechungen einen neoliberalen, von
internationalen Geldgebern diktierten Kurs. Die Indios fühlten sich
verraten, die Koalition zerbrach und Gutierrez wurde zum neuen
Feindbild. Leo Gabriel über den Aufstand der Indios in Ecuador.
Laos: Das vergessene Land
In Südostasien liegt - umringt von China, Vietnam, Kambodscha,
Thailand und Burma - ein fast vergessenes Land: das ehemalige
Königreich Laos. Seit 1975 herrschen hier die kommunistischen Pathet
Lao, die nach dem Muster und mit Hilfe des Vietkong die Macht
ergriffen. In Laos herrscht bittere Armut, von wirtschaftlicher
Öffnung oder gar vorsichtiger Demokratisierung ist - anders als in
China und Vietnam - wenig zu spüren. Das Regime steckt im Dilemma:
Öffnet sich das Land, droht ein Machtverlust, öffnet es sich nicht,
bleiben ersehnte Investoren und Impulse für die schlimme
Wirtschaftslage aus. Eine Reportage aus dem vergessenen Laos von
Robert Schuler.
OTS0061 2003-12-16/10:48
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