- 13.12.2003, 09:09:43
- /
- OTS0010 OTW0010
Ausgezeichneter Europäer geehrt
"Merite Européen" in Gold für Dr. Christoph Leitl Linz (OTS) - Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und der Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES, wurde im Steinernen Saal des Linzer Landhauses von der Vizepräsidentin der Stiftung Merite Euopéen, Prof. Dr. Ursula Braun-Moser mit dem "Merite Européen" in Gold ausgezeichnet. Mit dieser Medaille ehrt die Luxemburger Stiftung "Merite Européen" jedes Jahr engagierte Europäer, die sich um die europäische Einigungsidee verdient gemacht haben. Braun-Moser würdigte Leitl als ausgezeichneten Europäer, der sein Engagement stets an der Idee des gemeinsamen Euopas ausrichte.

Christoph Leitl setzte sich als Gründer der Europajugend Linz
bereits in seiner Jugend für die europäische Einigung und die
Integration Österreichs in die damalige EG ein. Er ist langjähriger
Obmann der Europäischen Föderalistischen Bewegung Oberösterreich und
ist auf europäischer Ebene seit 2002 als Präsident der Europäischen
Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES tätig, die in ganz Europa mehr als 15
Millionen Unternehmen vertreten.
Zum goldenen "Merité Européen" gratulierten Leitl neben
Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,
Alt-Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck und dem früheren
Kommissions-präsidendenten und Europaabgeordneten Jacques Santer
zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik bei. Landeshauptmann
Pühringer wertete diese hohe Auszeichnung als gebührende Anerkennung
und Wertschätzung für einen "bekennenden Europäer". Leitl sei mit
seinem unverdrossenen und konsequenten Einsatz für Europa vom realen
Visionär zu Realisten geworden.
Ratzenböck bezeichnete Leitl in seiner Laudatio als "seltsame
Mischung aus Träumer und beinhartem Realisten", der seinen Sinn für
die Realität sehr stark aus seinen Träumen schöpft. Leitl habe schon
in jungen Jahren die Mitmenschen, insbesondere während seiner
Tätigkeit in der oö. Landesregierung, für die Europa-Idee gewinnen
können. Ihm sei es mit zu verdanken, dass wir heute mitten im
Baugeschehen für ein neues Europa stehen. Daran müsse aber
weitergebaut werden, ermutigte Ratzenböck Leitl, sein
Europa-Engagement weiterhin mit Elan zu betreiben, "denn wir brauchen
Europa nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern vor allem auch
als Friedensinstrument."
In dieselbe Kerbe schlug auch Jacques Santer: "Jetzt bietet sich
erstmals seit Jahrhunderten die Gelegenheit, Europa in Frieden zu
vereinen und die Trennung zwischen Ost und West endgültig zu
beenden." Die Wiedervereinigung Europas sei auch ein Beweis für die
Dynamik und den Fortschritt der EU. Allerdings sei für diesen Schritt
Geduld erforderlich: Was Jahrhunderte getrennt war, brauche Zeit, um
zusammenwachsen zu können.
Umso mehr sei es notwendig, die "geografische Erweiterung der
Europäischen Union durch eine geistige Erweiterung zu ergänzen", hob
Leitl in seinen Dankesworten hervor.So gelte es, den Geist des
Föderalismus und der Subsidiarität weiter zu stärken. "Europa kann
nur von unten nach oben gebaut werden", macht sich Leitl für die
Vertiefung grenzüberschreitender Projekte, Ge-meindepartnerschaften,
Euregios und vieler anderer Formen der Kooperation stark. Notwendig
erscheint dem Wirtschaftskammerpräsidenten auch, den Geist einer
Zusammenarbeit zwischen den Regionen und den Sozialpartnern zu
stärken. "14 Millionen Arbeitslosen in Europa mahnen, diesbezüglich
Aktivitäten zu setzen. Und auch für das Vorhaben, bis 2010 der
stärkste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt werden zu wollen,
brauchen wir innerhalb der EU neuer Partnerschaften." Die Regionen
und die Sozialpartner seien entscheidende Bausteine für eine
positi-ve europäische Entwicklung. Auf europäischer Ebene könnten der
Ausschuss der Regionen und die europäischen Sozialpartner eng
zusammenarbeiten, um bessere Lösungen bei Zukunftsfragen wie der
regionalen Entwicklung, der Bildung, der Forschung sowie der
Infrastruktur- und der Energiepolitik zu erwirken, regte Leitl an.
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK







