• 12.12.2003, 12:48:45
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ÖBB nehmen neues Zentralstellwerk Wien Süd in Betrieb

Die 23 Mio. € - Investition bringt mehr Sicherheit und stellt die Weichen für den "Bahnhof Wien"

ÖBB (Wien) - Heute, Freitag, setzen die ÖBB einen entscheidenden
Schritt in der Modernisierung der Bahn-Infrastruktur in einem der
zukunftsträchtigsten Bereiche Wiens. Die Errichtung des neuen
Elektronischen Zentralstellwerks (ESTW) auf der Ostseite des Wiener
Südbahnhofes ist abgeschlossen, High Tech löst mit dem heutigen Tag
vier alte Stellwerksanlagen aus den 1950er Jahren ab. Die Kunden der
Bahn profitieren durch eine nachhaltige Steigerung der Sicherheit und
Verbesserung der Pünktlichkeit. Zudem wurde das neue Stellwerk
bereits im Hinblick auf den künftigen Bahnhof Wien errichtet.****

High Tech der Extraklasse
Seit rund 10 Jahren setzen die ÖBB mit ihrer Stellwerks-Offensive auf
den Einsatz von High Tech und lösen damit alte Technik der
Nachkriegszeit sukzessive ab. Den entscheidenden Durchbruch gibt es
nun auch für eine der wichtigsten Streckenabschnitte im
Schienenverkehr der Ostregion: die Ostbahn im Bereich des Wiener
Südbahnhofes.

Im Zuge der Neuerrichtung des Wiener Südbahnhofes in den 1950er
Jahren wurden vier mechanische Stellwerke errichtet, die zu dieser
Zeit noch als fortschrittlich galten. Heute, mit über 550 Zugfahrten
und 1100 Verschubfahrten in 24 Stunden sind sie aber längst an ihre
Kapazitätsgrenzen angelangt. Für die Zukunft sind sie mit ihren zum
Teil noch handgestellten Weichen nicht mehr gerüstet. Nach einer
Bauzeit von nur 18 Monaten nehmen die ÖBB das völlig neu errichtete
Elektronische Zentralstellwerk in Betrieb. Die Aufgaben der
bisherigen Anlagen werden damit in einer High Tech Zentrale der
Extraklasse vereint. Per Mouseclick werden nun Züge disponiert,
Weichen gestellt und Signale geschaltet.

Der Kunde im Vorteil
Den Kunden der Bahn bringt das neue ESTW eine nachhaltige
Verbesserung der Sicherheit im Bahnbetrieb sowie der Pünktlichkeit
und Zuverlässigkeit der Züge der Ostbahn. Das Stellwerk bedeutet aber
nicht nur für den gegenwärtigen Betrieb einen entscheidenden Schritt
in Richtung Modernisierung, sondern ist auch für die künftigen
Verkehre des geplanten "Bahnhofes Wien" ausgerichtet. Denn das
Stellwerk ist von seinen Kapazitäten und von seinem Standort her so
ausgelegt, dass es auch den betrieblichen "Mastermind" des künftigen
Durchgangsbahnhofes meistern kann. In diesem Sinne stellt das neue
ESTW heute schon die Weichen des "Bahnhofes Wien" und entspricht
damit einer zukunftsweisenden und vorausschauenden
Investitionsplanung der ÖBB.

Modernes Betriebsmanagement mit 18 Mitarbeitern
Das neue Stellwerk wurde bei laufendem Betrieb errichtet und in den
letzten beiden Wochen in Etappen hochgefahren. Die alten Anlagen
stellen mit dem heutigen Tag nach über 50 Jahren Dienst ihren Betrieb
ein. Durch die Optimierung der Betriebsabläufe und dem Einsatz von
High Tech verringern die ÖBB ihren Personalbedarf mit dem neuen ESTW
drastisch. Künftig wird die gesamte Fahrleistung durch nur 18
Mitarbeiter von vier modernen Arbeitsplätzen aus gemanagt - bislang
benötigten die ÖBB 47 dafür!

Mit dem neuen ESTW werden 185 Weichen, 89 Weichenheizungen und 195
Signale bedient.

OTS0165    2003-12-12/12:48

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