• 12.12.2003, 09:57:12
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Tumpel fordert ein Pendler-Paket von der Regierung

Regierung muss Pendler garantieren: Preisstopp bei Bahntarifen, Mehr Geld für Bahnausbau, Pendler entlasten!

Wien (AK) - Die Arbeitswege für hunderttausende Pendler müssen
schneller und billiger statt teurer und länger werden, sagt
AK-Präsident Herbert Tumpel heute, Freitag, anlässlich der AK
Pendleraktion. Die Pendler wollen verlässliche Verbindungen, moderne
Züge, günstige Fahrpreise. Statt die Bahn zu zerschlagen, muss die
Regierung die Verantwortung für die Bahn wahrnehmen. Daher fordere
ich ein Pendler-Paket von der Regierung: Preisstopp bei den
Bahntarifen für zwei Jahre, mehr Geld für den Bahnausbau, Erhöhung
des des Pendlerpauschales um 30 Prozent.

Derzeit gibt es rund 220.000 Tagespendler aus Niederösterreich,
dem Burgenland und der Steiermark, die nach Wien in die Arbeit
einpendeln. Rund 40 Prozent davon fahren mit Öffis. Pendeln kostet
nicht nur Zeit, sondern auch Geld, sagt Tumpel. In den letzten drei
Jahren wurden die Arbeitswege durch Sparmaßnahmen der Regierung vier
Mal teurer - das ist unfair und zuviel. Auf typischen Pendlerstrecken
wurden seit Jänner 2000 die Fahrkartenpreise gleich vier Mal erhöht.
Wochen und Monatskarten der Bahn sind dadurch für PendlerInnen
zwischen 20 und 29 Prozent teurer geworden.

Wer mit den Öffis nach Wien kommt, will kurze Fahrzeiten, Komfort
und faire Preise, betont Tumpel. Die Mehrkosten durch die von der
Regierung beschlossene Bahnzerschlagung und beabsichtigte
Verdoppelung der Schienenmaut werden den Personenverkehr massiv
belasten. Die AK hat mehrfach von einem schlechteren Angebot und
einer Verteuerung der Tarife bis zu 30 Prozent in den nächsten Jahren
gewarnt. Mehr Staus, Unfälle und mehr Abgase statt attraktivere
Verbindungen auf der Schiene, die das Umsteigen auf Öffis fördern,
sind als Folge der Bahnzerschlagung zu erwarten, kritisiert Tumpel.

Es werden auch mehr Lkws auf den Straßen unterwegs sein, daher
sind auch die Autopendler negativ von der Bahnzerschlagung betroffen.
Der Grund: Die höhere Schienenmaut wird den Bahngütertransport
verteuern und zusammen mit dem Auslaufen des Transitvertrages zu
einer Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Straße führen.
Zusätzlich wird der Schwerverkehr mit der EU-Erweiterung dramatisch
steigen - in den nächsten 10 Jahren um 50 bis 60 Prozent. Mehr Staus,
mehr Unfälle, längere Fahrzeiten, weniger Freizeit und weniger Zeit
für die Familie sind für die Autopendler vorprogrammiert, so Tumpel.

Die PendlerInnen müssen endlich entlastet werden, verlangt Tumpel.
Die Regierung muss garantieren, dass es zu keinen höheren Bahnpreisen
kommen, die Finanzierung für die Modernisierung der Bahn langfristig
gesichert wird - der Staat darf sich nicht aus seiner Verantwortung
stehlen - das Pendlerpauschale muss um 30 Prozent erhöht wird.

SERVICE: Im AK-Pendlerfahrplan 2004 finden Sie die wichtigsten
Verbindungen von und nach Wien für Ihren Arbeitsweg. Zu bestellen per
e-mail: [email protected]; oder per Postkarte: AK Wien, 1040,
Prinz-Eugen-Straße 20-22.

OTS0056    2003-12-12/09:57

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW

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