- 12.12.2003, 09:38:45
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Klärschlammtrocknung zum Ersatz von fossilen Brennstoffen
In Frohnleiten wird Anlage zur Herstellung von Klärschlamm-Granulat gebaut
Frohnleiten (OTS) - Im Gelände des ABEZ Frohnleiten auf dem
Dürrnberg wird seit kurzem eine Anlage zur Klärschlammtrocknung
errichtet, die ein Granulat erzeugt, das unter anderem in thermischen
Kraftwerken als Brennstoff eingesetzt werden kann. Das Projekt der
Abfallbehandlung-Logistik Frohnleiten GmbH. (ABL), einem Joint
Venture der UEG-Tochter RSVG-VH und der Gemeindebetriebe Frohnleiten
GesmbH. (GFG), kostet rund zwei Mio. Euro und zeichnet sich durch die
besonders intensive Nutzung von Synergieeffekten aus.
Ende Juni 2004 wird die vollautomatische Bandtrocknungsanlage, die
von der Andritz AG geliefert wird und auf einen 24-h-Betrieb
ausgelegt ist, in Betrieb gehen. Als Input sind ca. 10.000
Jahrestonnen Klärschlämme geplant, der Output wird rund ein Drittel
der eingesetzten Menge ausmachen. "Das solcherart produzierte
Klärschlamm-Granulat lässt sich beispielsweise sehr gut zusammen mit
Kohle in einem thermischen Kraftwerk verbrennen, was bei nassem
Klärschlamm häufig schwierig ist", erläutert Projektleiter DI Thomas
Maier (UEG).
"Für die bei Kläranlagen zwangsläufig anfallenden Schlämme besteht
dringender Handlungsbedarf, denn sowohl die Deponierung als auch die
landwirtschaftliche Ausbringung, die in einigen Bundesländern
ohnedies bereits verboten ist, wird voraussichtlich in Zukunft
europaweit verboten sein, ohne dass es derzeit ausreichende
Kapazitäten für deren Verwertung und Entsorgung gibt", erläutert
Maier. Die Stadtgemeinde Frohnleiten wird ihre kommunalen
Klärschlämme in Zukunft in die ABL-Anlage einbringen.
"Wir können durch die vorhandene Infrastruktur des von der GFG
betriebenen ABEZ besondere Synergieeffekte nutzen, die das Projekt
vermutlich einzigartig machen: Einerseits verbrauchen wir keinerlei
Primärenergie wie Öl oder Strom, weil wir die Abwärme der beiden
bestehenden Blockheizkraftwerke nutzen, andererseits werden die
Befüllung, Entleerung sowie Wartung der Anlage und die Logistik von
den Beschäftigten der Gemeindebetriebe betreut, weshalb wir keine
zusätzliche Bedienungsmannschaft benötigen. Dadurch können wir zu
vernünftigen Preisen für Klärschlamm eine zukunftsträchtige Lösung
anbieten", stellt Projektleiter DI Thomas Maier fest.
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