- 12.12.2003, 09:23:42
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Frais: Jugendliche stärker in die politische Willensbildung integrieren
"Stimme der Jugend" mit Wählen ab 16, staatsbürgerlicher und zeitgeschichtlicher Bildung stärken
Linz (OTS) - Die "Stimme der Jugend" zu stärken sieht SP-Klubchef
Dr. Karl Frais als eine zentrale und aktuelle Aufgabe der Politik.
"Mit der wiederholten Forderung nach Wählen ab 16 will die SPÖ
Oberösterreich grundsätzlich mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten für
Jugendliche, weil viele Jugendliche ihre Gegenwart mitgestalten und
Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen wollen. Dafür ist jedoch
auch eine stärkere Integration der Jugendlichen in den politischen
Diskurs nötig." So habe die SPÖ in Oberösterreich auch mit jungen
Landtagsabgeordneten ein Zeichen für die Jugend gesetzt. "Um aber die
vielen Jugendlichen, die an aktuellen politischen Vorgängen
interessiert sind, glaubhaft mitbestimmen lassen zu können, muss man
ihnen auch das nötige ‚Handwerkszeug‘ liefern - dazu gehört
jedenfalls eine qualitativ und quantitativ bessere staatsbürgerliche
und zeitgeschichtliche Bildung im Schulunterricht", argumentiert
Frais.
"Die politischen Themen unserer Zeit wie Globalisierung, GATS,
Pensionen sowie Neoliberalismus und Sozialstaat sind Materien, die
die Jugend nicht nur interessieren, sondern sie vielmehr auch
höchstpersönlich betreffen. Weil jedoch für eine kritische
Auseinandersetzung ein geeignetes Forum nötig ist, soll hier das
Bildungssystem den Jugendlichen die Chance geben, sich auf
qualifizierte Art und Weise intensiver mit diesen aktuellen Themen zu
befassen", fordert der SP-Klubchef.
Die ersten Ansätze zur Entwicklung und Umsetzung einer effizienten
"politischen Bildung" seien in der Lehrplanreform weitestgehend als
Unterrichtsprinzip in Geschichte sowie Geographie und
Wirtschaftskunde steckengeblieben, betont Frais. "Aufgrund der
allgemeinen Stundenknappheit kommt dabei üblicherweise die politische
Bildung im Sinne einer staatsbürgerlichen Erziehung zu kurz",
argumentiert der SP-Klubobmann.
Zeitgeschichtliche Auseinandersetzung hält der oberösterreichische
Klubobmann für sehr wichtig, weil die Geschichte den Menschen die
Chance gebe, daraus zu lernen. "Hinzu kommt, dass durch lebendige
Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen die Distanz
junger Menschen zur Politik generell entscheidend verringert werden
kann", ist Frais überzeugt.
OTS0030 2003-12-12/09:23
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