• 11.12.2003, 11:51:42
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  • OTS0116 OTW0116

Sportstaatssekretär Schweitzer skeptisch gegenüber Ärztekammer

Sparen an der falschen Stelle

Wien (OTS) - Wäre es nicht einen Monat zu spät könnte man es glatt
für einen schlechten Faschingsscherz halten - welchen Kurs schlägt
die OÖ-Ärztekammer da ein, wundert sich Staatssekretär Schweitzer.

Fakt ist, dass der vorhandene Level an Sportausübung in Österreich
auch nach Abzug der durch Sportunfälle verursachten Kosten einen
positiven volkswirtschaftlichen Saldo in der Höhe von 263,7 Mio. EURO
pro Jahr bringt! Dies geht aus der von Schweitzer mittlerweile
mehrfach zitierten Studie von Halbwachs/Weiß "Sport und Gesundheit"
klar hervor.

Während sich StS Schweitzer für Sport als Präventivmaßnahme zur
Unfallverhütung und zur Steigerung des allgemeinen Gesundheitsniveaus
einsetzt und immer wieder die damit verbundene langfristige Senkung
der Krankheitskosten hervorhebt, stellt er ein großes Fragezeichen
hinter die Absichten und Interessen der Ärztekammer. Nicht die
Sportausübung, sondern die "Nicht-Sportausübung" verursacht mehr
Kosten, so Schweitzer. Umso unverständlicher die Forderung eines
Preiszuschlags beim Kauf von bestimmten Sportgeräten und für
Schweitzer ein gewaltiger Widerspruch einer gesamten Berufsgruppe.
Sollte sich doch gerade die Ärzteschaft für mehr Bewegung aussprechen
und sich mit der damit verbundenen Philosphie des "gesünder leben
Wollens" identifizieren.

Offensichtlich geht es den Vertretern der OÖ-Ärztekammer gar nicht
darum, die Krankenkassen zu Gesundenkassen zu machen, spekuliert
Schweitzer. Oder gibt es eine andere Erklärung dafür, warum
Reformdiskussionen betreffend Finanzierung des Krankheitssystems nach
wie vor von jenen geführt werden, die an der Aufrechterhaltung eben
dieses Systems gut verdienen?

OTS0116    2003-12-11/11:51

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | STS

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