VP-Pfeiffer: Gesundheits- und Sozialzentren in Wien sind dringend reformbedürftig

Zufriedenheit beim Kunden aber Bürokratie steigt über die Maßen.

Wien (VP-Klub): "Die Übernahme der Aufgaben der MA 47 in den Fonds Soziales Wien wird nach dem Bericht des Kontrollamtes zu den Gesundheits- und Sozialzentren (GZS) sicher Konsequenzen in mehr Struktur-, Ablauf- und Ergebnisqualität zeitigen müssen. Die unmittelbare Zufriedenheit der Klienten mit der bisherigen Arbeit der GSZ ist aber dennoch sehr hoch" berichtet heute der VP-Gemeinderat LAbg. Gerhard Pfeiffer.

Mit durchschnittlich 222 Mitarbeitern plus den zusätzlichen beauftragten Kräften der verschiedenen Organisationen, die im Dachverband der Wiener Gesundheits- und Sozialdienste zusammengefasst sind, bewältigen die GSZ im Jahr 2002
577.942 Pflegeleistungen bei Patienten zu Hause,

10.438 Anträge auf soziale Dienste 3.492 Pflegegeld-Anträge 13.107 Besuche durch Diplompflege- und Sozialpersonal 9.279 betreute Klienten durch Heimhilfepersonal mit insgesamt 3.890.379 Stunden.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe anderer Leistungen, von Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu speziellen Pflege- u. Beratungstätigkeiten wie Inkontinenzberatung oder die Betreuung dementer alter Menschen. Pfeiffer: "Dass dabei nur 73 Beschwerden an die Abteilungsleitung herangetragen wurden, ist durch aus beachtlich".

Bürokratieabbau, Rationalisierungsmaßnahmen und Einsparungen sind notwendig

Es gibt aber dennoch viele Kritikpunkte, die alle Bereiche der Organisation, der Dokumentation und der Durchführung, sowie dem nicht vorhandenen Qualitätsmanagement gelten. Krankenstände bei Diplomsozialarbeitern sind mit über 40% untragbar und die Leistungen beim Klienten nehmen kontinuierlich ab, während der Bürokratieaufwand steigt.
Einsparungen scheinen bei der Beauftragung der externen ( SP-nahen) Sozialdienste, die sich bevorzugter Behandlung erfreuen und weitaus teurer sind als abteilungseigene Arbeitskräfte, ebenso möglich, wie im Entlassungsmanagement durch die Krankenhäuser des Wiener Krankenanstaltenverbundes. EDV-Einsatz auf allen Ebenen würde wertvolle Arbeitszeit freisetzen, die derzeit mit manuellem und mehrfachem Erstellen von Statistiken und Arbeitsnachweisen vergeht.

Pfeiffer: "Die GSZ sind noch immer in der Aufbauphase, müssen konsequenter, moderner und einheitlicher organisiert werden und in ein integriertes Konzept für die Pflegekette - von Information über Beratung, von Tageszentrumsleistungen zur Hilfe zu Hause, von semistationären bis zu stationären Einrichtungen - eingebaut werden. Dies sieht auch die Andersenstudie - "Leistungen der Stadt Wien für Senioren" aus 2002 - vor. Die rückläufige Arbeit beim Klienten muss wieder ausgeweitet werden, die Bürokratie eingedämmt.".

"Die Vorgangsweise der absolut regierenden Sozialdemokraten bei der Schaffung des Fonds Soziales Wien ist nicht dazu angetan, Vertrauen in eine Verbesserung entstehen zu lassen. Ohne Information und ohne Mitbestimmung für die Ziele und Satzungen des FSW können wir nicht darauf hoffen, dass in Wien jene Maßnahmen getroffen werden, die den zu erwartenden Pflegenotstand auf Grund der demographischen Entwicklung verhindern werden", betonte Pfeiffer abschließend.

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