Landesrätin Stöger kritisiert mangelnde Förderung von Fraueninitiativen durch die Frauenministerin

Studien belegen, dass die soziale Situation von kunstschaffenden Frauen nach wie vor trist ist. Immerhin bezieht nur ein Viertel der Künstlerinnen mehr als 75% ihres Nettoeinkommens aus der künstlerischen Tätigkeit, und sie verdienen 20% weniger als ihre männlichen Kollegen. „In Anbetracht dieser Tatsachen ist es besonders wichtig, der Benachteiligung von Frauen auch im Bereich der Kunst und Kultur unter anderem durch die Förderung von Initiativen und Netzwerken gegen zu steuern. „Das Frauenministerium macht aber genau das Gegenteil“, kritisiert Frauen-Landesrätin Dr. Silvia Stöger und verweist als Beispiel die Ablehnung einer Projekt-Förderung für den Verein „FIFTITU%“. Die lapidare Begründung dafür:
Angesichts der budgetären Situation nicht möglich ...

Der überregional parteiunabhängig konzipierte Verein „FIFTITU%“ wurde 1998 von Frauen aus der freien Kulturszene Oberösterreich gegründet. Die Zielsetzungen sind:

  • Förderung von Kunst und Kultur von Frauen
  • Initiieren, Planen, Koordinieren und Durchführen von kulturellen,

künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten, die von Frauen betreut und durchgeführt werden

• Frauen- und kunstfeindliche Tendenzen frühzeitig erkennen und diesen entgegen zu wirken

„Die Bereiche Kunst und Kultur sind Spiegelbild unserer Gesellschaft und können dadurch Wesentliches zur Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen. Die Förderung dieser Vernetzungs- und Servicestelle für kulturschaffende Frauen erachte ich daher nicht nur als Aufgabe des Landes OÖ, sondern als eine gesellschaftspolitische und damit gesamtösterreichische Verpflichtung“, so Stöger. Sie deckt nun aus dem Frauenbudget des Landes die ausgefallene Förderung in Höhe von 4.200 € ab, um den Verein vor dem Aus zu retten.

Das Zurückdrehen bei der Förderung von Fraueninitiativen durch Frauenministerin Rauch-Kallat hat aber offenbar System: Es wird auch das ohnedies spärliche Budget der Frauenservicestellen beschnitten. So erhält die Frauenstiftung Steyr beispielsweise im nächsten Jahr um 4.000 € weniger an Subvention als in den vergangenen Jahren. Stöger: „Ein weiteres Beispiel dafür, dass dieser Bundesregierung Frauenförderung immer weniger Wert ist.“

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001