• 10.12.2003, 10:03:28
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Landesrätin Stöger kritisiert mangelnde Förderung von Fraueninitiativen durch die Frauenministerin

Studien belegen, dass die soziale Situation von kunstschaffenden
Frauen nach wie vor trist ist. Immerhin bezieht nur ein Viertel der
Künstlerinnen mehr als 75% ihres Nettoeinkommens aus der
künstlerischen Tätigkeit, und sie verdienen 20% weniger als ihre
männlichen Kollegen. „In Anbetracht dieser Tatsachen ist es
besonders wichtig, der Benachteiligung von Frauen auch im Bereich
der Kunst und Kultur unter anderem durch die Förderung von
Initiativen und Netzwerken gegen zu steuern. „Das Frauenministerium
macht aber genau das Gegenteil“, kritisiert Frauen-Landesrätin Dr.
Silvia Stöger und verweist als Beispiel die Ablehnung einer Projekt-
Förderung für den Verein „FIFTITU%“. Die lapidare Begründung dafür:
Angesichts der budgetären Situation nicht möglich ...

Der überregional parteiunabhängig konzipierte Verein „FIFTITU%“
wurde 1998 von Frauen aus der freien Kulturszene Oberösterreich
gegründet. Die Zielsetzungen sind:

•       Förderung von Kunst und Kultur von Frauen
•       Initiieren, Planen, Koordinieren und Durchführen von kulturellen,

künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten, die von Frauen
betreut und durchgeführt werden

•       Frauen- und kunstfeindliche Tendenzen frühzeitig erkennen und
diesen entgegen zu wirken

„Die Bereiche Kunst und Kultur sind Spiegelbild unserer Gesellschaft
und können dadurch Wesentliches zur Gleichberechtigung der
Geschlechter beitragen. Die Förderung dieser Vernetzungs- und
Servicestelle für kulturschaffende Frauen erachte ich daher nicht
nur als Aufgabe des Landes OÖ, sondern als eine
gesellschaftspolitische und damit gesamtösterreichische
Verpflichtung“, so Stöger. Sie deckt nun aus dem Frauenbudget des
Landes die ausgefallene Förderung in Höhe von 4.200 € ab, um den
Verein vor dem Aus zu retten.

Das Zurückdrehen bei der Förderung von Fraueninitiativen durch
Frauenministerin Rauch-Kallat hat aber offenbar System: Es wird auch
das ohnedies spärliche Budget der Frauenservicestellen beschnitten.
So erhält die Frauenstiftung Steyr beispielsweise im nächsten Jahr
um 4.000 € weniger an Subvention als in den vergangenen Jahren.
Stöger: „Ein weiteres Beispiel dafür, dass dieser Bundesregierung
Frauenförderung immer weniger Wert ist.“

OTS0037    2003-12-10/10:03

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