• 08.12.2003, 10:36:04
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Förderung für Gedenkstätten an die Opfer des Faschismus in Oberösterreich

SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Gesetzesantrag schon im Landtag
eingebracht=

„Ziel dieses Gesetzes ist die Förderung des Gedenkens an die Opfer
des Faschismus in Oberösterreich, um die Gräuel, zu denen diese
Ideologie der Gewalt führte, auch künftigen Generationen immer
wieder ins Bewusstsein zu rufen“, erklärt Frais die SP-Initiative.
„Auf diese Weise soll eine Wiederholung durch Vergessen verhindert
und eine nachhaltig demokratiefreundliche Gesinnung der Bevölkerung
gepflegt werden.“ Inhaltlich solle dieses Gesetz sowohl den Bestand
und den Betrieb des „Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim“
fördern, als auch die Schaffung und Erhaltung von Gedenk- und
Mahnstätten gegen den Austrofaschismus und den Nationalsozialismus
mitfinanzieren. Die Erhaltung und Zugänglichkeit ehemaliger
Konzentrationslager und die Unterstützung antifaschistische
Arbeitsgemeinschaften als zeitgenössische Antwort auf aktuelle
Wiederbetätigungsfälle sind weitere Ziele dieses Gesetzes. „Am 05.
Februar 2004 wird dieses Gesetz in einem speziellen Finanzausschuss
mit Experten diskutiert“, so der SP-Klubobmann.

„Je weiter wir uns zeitlich von den historischen Epochen des
Austrofaschismus und des Nationalsozialismus entfernen, desto größer
wird die Gefahr, dass die Gräueltaten und vielen Opfer dieser
gewaltbereiten Ideologien in Vergessenheit geraten. Zur
rechtzeitigen - noch zu Lebzeiten der letzten Zeitzeugen –
Gegensteuerung gegen diese Entwicklung, dient das vorliegende
Gesetz“, so Frais.

„Eine der zentralen Einrichtungen für das Gedenken an das Wüten des
Nationalsozialismus auch in Oberösterreich war - neben dem KZ
Mauthausen, welches eine historische Sonderstellung einnimmt und im
Kompetenzbereich des Bundes liegt - das Schloss Hartheim als
Euthanasieanstalt. Daher soll das Schloss Hartheim als Lern- und
Gedenkort für die Zukunft bewahrt werden. Ziel dieser Arbeit muss es
sein, im Sinn der erfolgreichen Sonderausstellung "Wert des Lebens"
diesen Ort auch in Zukunft als regionales Zentrum der Vermittlung
gesellschaftlicher Fragestellungen zum Thema Wert und Würde des
menschlichen Lebens zu erhalten“ betont der SP-Klubchef.

Zusätzlich sollen – so Frais – lokale und regionale Gedenkstätten
gegen Verbrechen des Faschismus und Nationalsozialismus entsprechend
gefördert sowie im Rahmen des Zeitgeschichteunterrichts künftigen
Generationen vermittelt werden.

OTS0020    2003-12-08/10:36

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4

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