- 06.12.2003, 12:20:00
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Heinzl: Parlamentarischer ENTSCHLIESSUNGSANTRAG für die Erhaltung der Mariazellerbahn und der Ybbstalbahn
VP-FP-ÖBB-Todesstoß zieht auch die Nebenbahnen in den Abgrund
St. Pölten, (SPI) - "Die Regionalbahnen stellen wichtige verkehrs-
und wirtschaftspolitische Rückgrate der Regionen in NÖ dar. Die
Aufrechterhaltung eines dauerhaften fahrplanmäßigen Regelbetriebes
auf diesen Bahnstrecken ist für die Bevölkerung, die Wirtschaft und
den Tourismus in den betroffenen Regionen ein wichtiges Anliegen -
und leider in weite Ferne gerückt. Mit ihrer Todesstoß-Zerlegung der
ÖBB, welche ÖVP und FPÖ diese Woche im Parlament beschlossen haben,
drängen sie auch die Nebenbahnen in den Abgrund. Denn die
Nebenbahnen werden einfach an die Länder abgeschoben - und das diese
kaum Geld haben, einen Bahnbetrieb aufrecht zu erhalten, ist klar",
so der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl, der diese Woche
einen entsprechenden Entschließungsantrag für die Erhaltung der für
die Regionen so wichtigen Mariazellerbahn und der Ybbstalbahn im
Nationalrat eingebracht hat.****
Bei der Mariazellerbahn und der Ybbstalbahn ist es seitens der
verantwortlichen Stellen des Bundes, des Landes bzw. der ÖBB, in
den letzten Jahren, ja Jahrzehnten, verabsäumt worden, notwendige
Instandhaltungen, Investitionen und Attraktivierungen zu finanzieren
und durchzuführen. "Es wurde praktisch nichts investiert, teilweise
ist die Infrastruktur auf Nachkriegsniveau. Der Wille zur Sicherung
der genannten Bahnlinien wurde von diversen Politikern in der
Öffentlichkeit zwar immer betont - geschehen ist aber nichts!" Der
Ablauf eines reibungslosen Zugbetriebes ist derzeit bereits
ernsthaft gefährdet. Immer häufiger kommt es zu Betriebsstörungen,
Ausfällen fahrplanmäßiger Züge, Abweisung von Fahrgästen und Fracht
wegen Kapazitätsmängeln.
"Es ist daher dringendst notwendig, eine rasche Realisierung der
notwendigen Maßnahmen zur Sicherung eines dauerhaften
fahrplanmäßigen Betriebes auf der Mariazellerbahn und der
Ybbstalbahn zu setzen. Mit unserem Antrag wollen wir die Regierung,
insbesondere den Bundesminister für Verkehr Hubert Gorbach an seine
Verantwortung erinnern und ihn auffordern, umgehend in Verhandlungen
unter Beteiligung des Landes NÖ und dem Management der ÖBB
einzutreten, um die Finanzierung und Realisierung jener dringend
notwendigen Investitionen - sowohl in die Schieneninfrastruktur als
auch in die Fahrbetriebsmittel beider Bahnen - zu gewährleisten.
Weiters wird die Bundesregierung aufgefordert, die Deklaration der
Mariazellerbahn zum Weltkulturerbe der UNESCO zu erreichen", so
Heinzl.
(Schluss) fa
OTS0023 2003-12-06/12:20
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