Parnigoni/Scharer: "Un-Sicherheitspolitik" Team04 - Alpingendarmen ohne Alpinausrüstung

Wien (SK) Das Dilemma der Team04-"Un-Sicherheitspolitik" sehen SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni und SPÖ-Abgeordnete Erika Scharer u.a. darin, dass Gendarmerieposten in ländlichen Regionen systematisch personell und materiell ausgehungert werden. Vor Ort überzeugten sich die beiden Nationalratsabgeordneten, wie Strasser's Konzept aufgenommen wird. Parnigoni und Scharer fassten die unzähligen Fragen der Gendarmen zusammen und stellten sie schriftlich in Form eines ausführlichen Fragenkatalogs an Innenminister Strasser. ****

"In Wien Konzepte "zusammenzuzimmern" ist eine Sache, die Sicherheit in den ländlichen Regionen eine andere", kritisiert die Kapruner SPÖ-Abgeordnete Erika Scharer die "Un-Sicherheitspolitik" von Innenminister Strasser. "Zehntausende Planstellen weniger, weniger Gendarmen auf der Straße, schlechtere Entlohnung und immer mehr Sekretariatsarbeiten statt Außendienst führen seit 2000 zu einem explosiven Anstieg der Delikte", lautet die wenig erbauende Erkenntnis des Pinzgau-Besuchs.

"10.000e Wintersportler besuchen zu Spitzenzeiten Tourismusregionen wie das Kitzsteinhorn. Strasser sieht darin offensichtlich keine Notwendigkeit, Gendarmerieposten von Alpin-Tourismusorten mit einer adäquaten Ausrüstung auszustatten um Schiunfälle zu ahnden. Ein paar Schi mit verstellbarer Bindung ohne Schischuhe - das ist alles. Das kann doch nicht die Antwort auf Sicherheitspolitik in einer Alpintourismusregion sein", ist Scharer empört.

Tourismusorte seien saisonal bedingt phasenweise "überbevölkert". "Diesem Umstand muss bei einer seriösen Sicherheitspolitik Rechnung getragen werden", so Scharer. Die Menschen haben Anspruch auf eine sichere Umgebung. Auch unter Rudolf Edlinger sei gespart worden, aber nicht auf Kosten der Bevölkerung. Irgendwann sei Schluss, vor allem wenn es um die Sicherheit geht. "Der Staat hat schließlich für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen", verweist Scharer auf die Verantwortung, die der Bund zu tragen hätte.

"Unglaublich, dass ein einziger Gendarm am Wochenende Dienst hat, wo beispielsweise in der Europa Sportregion an Spitzenzeiten um 10.000 Menschen mehr da sind. Nach Strasser soll ein diensthabender Gendarm für die Aufnahme von Schidiebstählen, Einbruchsmeldungen und Schiunfällen zuständig sein. Zusätzlich soll er die Sicherheit tausender Menschen gewährleisten", kritisieren Scharer und Parnigoni derzeitige Missstände in der Sicherheitspolitik, wo die Bürgernähe der Gendarmerie absolut auf der Strecke bleibt. (Schluss) ns/mp

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