UnternehmerInnen werden geschröpft

Insolvenz-Entgelt-Sicherungsfonds missbräuchlich verwendet

Wien (OTS) - Der Spartenobmann Gewerbe und Handwerk im Wirtschaftsverband Wien, Komm.-Rat Ernst Graft, zeigt sich erbost:
"BM Bartenstein hat aus dem Insolvenz-Entgelt-Sicherungsfonds 25 Millionen Euro entnommen. Dieser Fonds - der nur aus einer Arbeitgeberabgabe gespeist wird - soll für die Löhne und Gehälter insolventer Firmen aufkommen." Dass in den Fonds hauptsächlich die kleinen Betriebe einzahlten und für die Sünden der Großen (Grundig, Ankerbrot, Augarten etc.) gerade stehen müssten, sei bekannt. Der Fonds sei - schon dem Namen nach - zweckgebunden. "Sind dort Überschüsse vorhanden, sollten im Zuge der Lohnnebenkosten-Senkung die Beiträge vermindert werden. Anstatt Lehrlingen jene Mittel zur Verfügung zu stellen, die Schüler von weiterführenden Schulen beanspruchen und dafür zu sorgen, dass Schulabgänger lesen, schreiben und die Grundrechenarten beherrschen können, macht man uns Unternehmer für die Lehrstellenmisere verantwortlich.", so Graft.

Seinem diesbezüglichen Dringlichkeitsantrag an das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien wurde von der Mehrheitsfraktion aus Wirtschaftsbund und RFW die Dringlichkeit nicht zuerkannt, der Antrag daher nicht behandelt. "Das ist eine Gesprächsverweigerung auf dem Rücken der kleinen UnternehmerInnen.", hält Graft abschließend fest.

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