• 05.12.2003, 11:51:14
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  • OTS0129 OTW0129

UnternehmerInnen werden geschröpft

Insolvenz-Entgelt-Sicherungsfonds missbräuchlich verwendet

Wien (OTS) - Der Spartenobmann Gewerbe und Handwerk im
Wirtschaftsverband Wien, Komm.-Rat Ernst Graft, zeigt sich erbost:
"BM Bartenstein hat aus dem Insolvenz-Entgelt-Sicherungsfonds 25
Millionen Euro entnommen. Dieser Fonds - der nur aus einer
Arbeitgeberabgabe gespeist wird - soll für die Löhne und Gehälter
insolventer Firmen aufkommen." Dass in den Fonds hauptsächlich die
kleinen Betriebe einzahlten und für die Sünden der Großen (Grundig,
Ankerbrot, Augarten etc.) gerade stehen müssten, sei bekannt. Der
Fonds sei - schon dem Namen nach - zweckgebunden. "Sind dort
Überschüsse vorhanden, sollten im Zuge der Lohnnebenkosten-Senkung
die Beiträge vermindert werden. Anstatt Lehrlingen jene Mittel zur
Verfügung zu stellen, die Schüler von weiterführenden Schulen
beanspruchen und dafür zu sorgen, dass Schulabgänger lesen, schreiben
und die Grundrechenarten beherrschen können, macht man uns
Unternehmer für die Lehrstellenmisere verantwortlich.", so Graft.

Seinem diesbezüglichen Dringlichkeitsantrag an das
Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien wurde von der
Mehrheitsfraktion aus Wirtschaftsbund und RFW die Dringlichkeit nicht
zuerkannt, der Antrag daher nicht behandelt. "Das ist eine
Gesprächsverweigerung auf dem Rücken der kleinen UnternehmerInnen.",
hält Graft abschließend fest.

OTS0129    2003-12-05/11:51

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW

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