• 05.12.2003, 11:22:18
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AK-Präsident Kalliauer: Jugendprogramm der Regierung muss jungen Arbeitslosen Berufsabschluss ermöglichen

Linz (OTS) - "Die von der Bundesregierung zugesagten Mittel für
den Kampf gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit müssen gezielt
dafür eingesetzt werden, Jugendlichen das Nachholen eines
Berufsabschlusses zu ermöglichen", fordert der Präsident der
Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer.

Dass die Bundesregierung endlich bereit ist, Mittel für den Kampf
gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit bereitzustellen, ist für
die Arbeiterkammer ein erster wichtiger Schritt. Genau so wichtig ist
aber, wohin der zweite Schritt führt. Wird das Geld für
"Light-Maßnahmen" eingesetzt, um möglichst viele Jugendliche
vorübergehend aus der Arbeitslosenstatistik zu holen, oder wird es
gezielt dafür eingesetzt, ihnen das Nachholen eines Berufsabschlusses
zu ermöglichen?

Für AK-Präsident Kalliauer ist klar, dass der Schritt in die
zweite Richtung gehen muss - im Interesse der Jugendlichen und im
Interesse Österreichs, sich mit gut qualifizierten Arbeitskräften als
attraktiver Standort im Wettbewerb der Regionen behaupten zu können.

Zielvorgabe kann daher nicht ein quantitatives Korsett sein,
welches das Arbeitsmarktservice (AMS) zwingt, bei der Dauer bzw.
Qualität der Schulungsmaßnahmen zu sparen. Sinnvoll wäre die Vorgabe,
Jugendlichen ohne bzw. mit ungenügender Ausbildung einen
Lehrabschluss oder eine andere Berufsausbildung zu ermöglichen. Denn
bekanntermaßen ist das Arbeitslosigkeitsrisiko um so höher, je
geringer die Qualifikation ist.

Alle Prognosen sagen aus, dass der Bedarf an Hilfskräften künftig
geringer werden wird, während Betriebe verstärkt qualifizierte
Fachkräfte suchen. Über 40 Prozent der 19- bis 24-jährigen
Arbeitslosen haben bestenfalls einen Pflichtschulabschluss als
höchste abgeschlossene Ausbildung.

"Dass Oberösterreich bei der Jugendarbeitslosigkeit im
Bundesländervergleich gut abschneidet, darf nicht zur Untätigkeit
verleiten, sondern eröffnet uns die Möglichkeit, jetzt die Weichen
für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Wenn sich das Land
Oberösterreich mit einem nennenswerten Betrag am Programm
JOBS4YOU(TH) beteiligt, können wir in Oberösterreich den Jugendlichen
wirklich Ausbildungsangebote mit Berufsabschlüssen machen", mahnt
Präsident Kalliauer die Verantwortung der Landespolitik ein.

Die Bundesregierung stellt für das Programm (bundesweit) 25
Millionen Euro zur Verfügung, das AMS hat angekündigt, bis zu 15
Millionen Euro aus eigenen Mitteln dafür bereit zu stellen. Damit
auch anspruchsvollere und damit teurere Kurse bzw. Ausbildungen, die
ein halbes Jahr oder sogar ein Jahr dauern, finanziert werden können,
müssten von den Bundesländern ebenfalls 20 Millionen Euro kommen.

"Ich hoffe, dass die Zukunft der oberösterreichischen Jugendlichen
Landeshauptmann Pühringer und Wirtschaftslandesrat Sigl 5 Millionen
Euro wert ist", lautet die konkrete Erwartung von Präsident Kalliauer
für unser Bundesland.

OTS0109    2003-12-05/11:22

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO

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