AK-Präsident Kalliauer: Jugendprogramm der Regierung muss jungen Arbeitslosen Berufsabschluss ermöglichen

Linz (OTS) - "Die von der Bundesregierung zugesagten Mittel für
den Kampf gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit müssen gezielt dafür eingesetzt werden, Jugendlichen das Nachholen eines Berufsabschlusses zu ermöglichen", fordert der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer.

Dass die Bundesregierung endlich bereit ist, Mittel für den Kampf gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit bereitzustellen, ist für die Arbeiterkammer ein erster wichtiger Schritt. Genau so wichtig ist aber, wohin der zweite Schritt führt. Wird das Geld für "Light-Maßnahmen" eingesetzt, um möglichst viele Jugendliche vorübergehend aus der Arbeitslosenstatistik zu holen, oder wird es gezielt dafür eingesetzt, ihnen das Nachholen eines Berufsabschlusses zu ermöglichen?

Für AK-Präsident Kalliauer ist klar, dass der Schritt in die zweite Richtung gehen muss - im Interesse der Jugendlichen und im Interesse Österreichs, sich mit gut qualifizierten Arbeitskräften als attraktiver Standort im Wettbewerb der Regionen behaupten zu können.

Zielvorgabe kann daher nicht ein quantitatives Korsett sein, welches das Arbeitsmarktservice (AMS) zwingt, bei der Dauer bzw. Qualität der Schulungsmaßnahmen zu sparen. Sinnvoll wäre die Vorgabe, Jugendlichen ohne bzw. mit ungenügender Ausbildung einen Lehrabschluss oder eine andere Berufsausbildung zu ermöglichen. Denn bekanntermaßen ist das Arbeitslosigkeitsrisiko um so höher, je geringer die Qualifikation ist.

Alle Prognosen sagen aus, dass der Bedarf an Hilfskräften künftig geringer werden wird, während Betriebe verstärkt qualifizierte Fachkräfte suchen. Über 40 Prozent der 19- bis 24-jährigen Arbeitslosen haben bestenfalls einen Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung.

"Dass Oberösterreich bei der Jugendarbeitslosigkeit im Bundesländervergleich gut abschneidet, darf nicht zur Untätigkeit verleiten, sondern eröffnet uns die Möglichkeit, jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Wenn sich das Land Oberösterreich mit einem nennenswerten Betrag am Programm JOBS4YOU(TH) beteiligt, können wir in Oberösterreich den Jugendlichen wirklich Ausbildungsangebote mit Berufsabschlüssen machen", mahnt Präsident Kalliauer die Verantwortung der Landespolitik ein.

Die Bundesregierung stellt für das Programm (bundesweit) 25 Millionen Euro zur Verfügung, das AMS hat angekündigt, bis zu 15 Millionen Euro aus eigenen Mitteln dafür bereit zu stellen. Damit auch anspruchsvollere und damit teurere Kurse bzw. Ausbildungen, die ein halbes Jahr oder sogar ein Jahr dauern, finanziert werden können, müssten von den Bundesländern ebenfalls 20 Millionen Euro kommen.

"Ich hoffe, dass die Zukunft der oberösterreichischen Jugendlichen Landeshauptmann Pühringer und Wirtschaftslandesrat Sigl 5 Millionen Euro wert ist", lautet die konkrete Erwartung von Präsident Kalliauer für unser Bundesland.

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