• 05.12.2003, 09:33:18
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Be a part @ Seitenwechsel

Vom 9. bis 14.12.2003 führen Jugendliche ihr Jugendzentrum selbst

Wien (OTS) - Das normale Setting: JugendarbeiterInnen begrüßen die
ins Jugendzentrum eintrudelnden Jugendlichen am Abend. Sofort
entstehen Gespräche über Job, Schule, Eltern, FreundInnen...Hinter
der Bar steht ein Betreuer, eine Jugendarbeiterin geht mit einer
Projektgruppe ins nächste Zimmer, um konzentriert arbeiten zu können.

Halt - hier kommt der Seitenwechsel!

Alle reden davon, der Verein Wiener Jugendzentren setzt es um:
Partizipation von Jugendlichen! Von 9. bis 14. Dezember heißt es in
neun Jugendzentren "do it yourself". Die von Jugendlichen während des
Seitenwechsels geführten Einrichtungen sind: JZ Margareten/5er Haus,
PAHO, si:ju, JZ 15, Jugendzone 16, JUKI Strebersdorf, JZ
Großfeldsiedlung, JZ Hirschstetten, JZ Alt Erlaa.
Jugendliche betreiben ihr Jugendzentrum selbst, sie bestimmen, wo es
lang geht, sie kümmern sich um Programm und Bar, sie übernehmen
Verantwortung.

Wie läuft das ab? Jugendliche wählen ein Team von Jugendlichen,
das für eine Woche in die Rolle der BetreuerInnen im Jugendzentrum
schlüpft. Dieses Team gestaltet den Jugendbetrieb und fällt
Entscheidungen über Regelwerk, Öffnungszeit, Budget, Programm,
Auswahl und Verkauf von Barprodukten ...
Seit Anfang November wird am Projekt Seitenwechsel gearbeitet und das
Thema begeistert die Kids. Die Jugendlichen sind bereits dabei, sich
für die Wahl aufstellen zu lassen. Die letzten Wahlen finden in
dieser Woche statt. Das BetreuerInnen - Team soll aus 4 - 6
Jugendlichen bestehen.

Die Aktion soll Jugendlichen Spaß machen

Das unmittelbare Erleben von Verantwortung, von Teilhabe- und
Gestaltungsmöglichkeiten soll Anreize für Jugendliche darstellen,
sich aktiv zu beteiligen. "Scheinbeteiligung" und Überforderung
sollen jedenfalls vermieden werden. Durch eine genaue Vorbereitung
mit dem JugendarbeiterInnen-Team in der Woche vor dem Projekt können
sich die Kids bereits gut ein Bild über ihre Verantwortlichkeiten
machen. Hilfestellungen während des Projekts sind: ein geschützter
Raum, der sogenannte "Leoraum", wo BetreuerInnen ihre angestammte
Funktion haben. Hier gibt es die Möglichkeit, Dinge zu besprechen und
Rat zu holen.
Selbstverständlich sind alle MitarbeiterInnen während des gesamten
Projekts anwesend.

It´s my party(cipation)

Ein wesentliches Prinzip der Jugendarbeit der Wiener
Jugendzentren ist Partizipation von Kindern und Jugendlichen.
Kinder und Jugendliche haben das Recht mitzubestimmen. Nicht zuletzt
drückt sich das durch die eben erst erfolgte Wahlaltersenkung in Wien
aus. Dadurch ist einmal mehr festgeschrieben, dass Partizipation
gelebt werden soll.
Das trifft besonders zu, wenn Jugendliche ihre Lebenswelt gestalten,
zum Beispiel wenn es ums "eigene" Jugendzentrum geht. Jugendliche
sind nicht Betroffene, sondern aktiv ins Geschehen eingebunden und
können als mündig agierende Menschen Mitverantwortung tragen.

Bei Zufriedenheit aller Beteiligter mit dem Seitenwechsel steht
einer Wiederholung nichts im Weg! (Schluss) eg

o Be a part @ Seitenwechsel
  9. bis 14.12.2003
  JZ Margareten/5er Haus, PAHO, si:ju, JZ 15, Jugendzone 16, JUKI
  Strebersdorf, JZ Großfeldsiedlung, JZ Hirschstetten, JZ Alt
  Erlaa.

Für MedienvertreterInnen besteht die Möglichkeit, an einer Tour
durch die selbst geführten Jugendzentren teilzunehmen
(Terminvorschlag: Do, 11.12. oder Fr, 12.12.) (Schluss) eg

OTS0047    2003-12-05/09:33

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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