- 04.12.2003, 12:13:13
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Flussmanagement - eine grenzüberschreitende Aufgabe
IRKA-Sitzung im Landhaus – umfangreiches Maßnahmenpaket für 2004 beschlossen
Bregenz (VLK) - Heute, Donnerstag, fand das 13. Treffen der
Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) im
Landhaus in Bregenz statt. Bei der konkreten Arbeit stehen
die Hochwassersicherheit, die Revitalisierung des
Alpenrheinsystems, die Sicherung des Grundwassers sowie das
Aufspüren, Erkunden und Nutzen der Energiepotenziale im
Rheintal im Vordergrund, berichtet IRKA-Vorsitzender
Landeshauptmann Herbert Sausgruber. ****
Wasser kennt keine Grenzen, deshalb ist Wasserwirtschaft
eine internationale Aufgabe, so Landeshauptmann Sausgruber:
"Die gute internationale Zusammenarbeit an Alpenrhein und
Bodensee ist beispielgebend für Europa". Am Alpenrhein und
Bodensee werden seit vielen Jahren in internationalen
Kommissionen gemeinsam mit den Nachbarstaaten die
dringenden Fragen der Wasserwirtschaft erörtert und
Lösungen erarbeitet. Landeshauptmann Sausgruber: "Wir im
Einzugsgebiet von Alpenrhein und Bodensee können und sollen
unsere Erfolge vorzeigen. Das Niveau des Gewässerschutzes
ist sehr hoch."
Umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen
Die Kommission hat für 2004 ein umfangreiches
Maßnahmenprogramm beschlossen, Landeshauptmann Sausgruber
nennt die wesentlichsten Projekte:
- Projekt "Möglichkeiten der Schwall- und
Hochwasserspitzen-Reduktion": Das vorangegangene Projekt
"Trübe und Schwall" hat gezeigt, dass die Frage der
Schwallreduktion ein Kernproblem des Alpenrheins darstellt.
Mit dem neuen Projekt "Revitalisierung und
Wasserkraftnutzung" wird eine mögliche Problemlösung,
nämlich der Bau von Wasserkraftwerken, die stärker auf
ökologische Aspekte Rücksicht nehmen, untersucht. Die
Möglichkeiten der Schwallreduktion durch Betriebsänderungen
der Wasserkraftwerke und/oder bauliche Maßnahmen sollen im
Rahmen dieses neuen Projektes behandelt werden.
- Projekt: "Ökologische Aspekte der Gewässerentwicklung von
Zuflüssen und Bächen im Alpenrheintal": Bei diesem Projekt
geht es um die Umsetzung eines ökologisch funktionsfähigen
und die Hochwasserbelange berücksichtigenden
Gewässerzustandes. Das dabei geschaffene Praxishandbuch
stellt eine ganzheitliche gebietsübergreifende Anleitung
für künftige lokale Gewässerentwicklungen dar. Dabei werden
die nationalen und europäischen Vorschriften
mitberücksichtigt, so der Landeshauptmann.
- Projekt "Geschiebebewirtschaftungskonzept Alpenrhein":
Dabei wird die Geschiebesituation im Einzugsgebiet des
Alpenrheins untersucht. In einem weiteren Schritt wird ein
Werkzeug zur Beurteilung des Einflusses von Maßnahmen auf
die Rheinsohle erarbeitet.
- Projekt "Datennutzung und Weiterverwendung des
Grundwassermodells": Das Grundwassermodell zeigt die
Grundwassersituation im Alpenrheingebiet auf. Dieses
entspricht einem Entwicklungskonzept, das laufend
verbessert wird. Damit ist eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung von Fragen der Grundwasserbewirtschaftung und
von Maßnahmen am Alpenrhein geschaffen.
IRKA
Die IRKA ist eine gemeinsame politische Plattform der
Regierungen der Kantone Graubünden und St. Gallen, dem Land
Vorarlberg, sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Sie dient
dem länderübergreifenden Informationsaustausch, der Planung
und Umsetzung wasserwirtschaftlicher und ökologischer
Maßnahmen im Flusssystem zwischen Reichenau und Bodensee.
"Dabei geht es nicht nur um den Alpenrhein selbst, sondern
auch um seine Zuflüsse und die Bäche im Alpenrheintal
(Sausgruber).
Internet
Interessenten können über das Internet unter
www.alpenrhein.net mehr über die Tätigkeit der IRKA
erfahren. Dort können auch Fachberichte und das
halbjährlich erscheinende Informationsblatt "Zukunft
Alpenrhein" abgerufen, bzw. bestellt werden.
(so/tm/moma,nvl)
OTS0161 2003-12-04/12:13
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