- 03.12.2003, 14:47:07
- /
- OTS0240 OTW0240
SPÖ-Reiter ad ÖVP-Tschirf und Gerstl: Personenschifffahrt auf Donaukanal löst keine im Zuge der EU-Erweiterung entstehenden Verkehrsprobleme
Wien (SPW-K) - Als "ungeeignet zur Lösung von im Zuge der
EU-Erweiterung entstehenden Verkehrsfragen" bezeichnete
SPÖ-Gemeinderat Günther Reiter den heute, Mittwoch, von den beiden
Wiener ÖVP-Politikern Tschirf und Gerstl neuerlich gemachten
Vorschlag nach Einrichtung eines regelmäßigen Personenschiffsverkehrs
auf dem Donaukanal in Wien. Zwar sei es zutreffend, so Reiter in
seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien, dass bereits früher
solche Überlegungen Platz gegriffen hätten, letztlich sei man aber
nach eingehender Prüfung auch der ökonomischen Facetten von dem
Projekt wieder abgekommen.Auch habe sich letztlich kein Betreiber
gefunden. "Diese Entscheidung hat aber absolut nichts, wie von der
ÖVP behauptet, mit der Unterordnung von Bürgerinteressen unter die
SPÖ-Parteipolitik zu tun", betonte Reiter.
Betrache man die Angelegenheit streng sachlich, so sprächen mehr
Fakten gegen als für die Realisierung des Vorschlags, setzte Reiter
fort. Abgesehen von den nicht unwesentlichen Kosten, existierten
entlang und im Einzugsbereich des Donaukanals bereits zahlreiche
öffentliche Verkehrsmittel, wie u.a. die U-Bahnlinie U 4, die von
Heiligenstadt bis zum Schwedenplatz den Donaukanal gewissermaßen
begleite. Auch querten den Donauarm zahlreiche Brücken. Dass
jedenfalls kein ausreichender Bedarf für einen Linienschiffsverkehr
vorhanden sei, untermauere auch die vor einiger Zeit mangels
Inanspruchnahme erfolgte Auflassung der letzten Überfuhr über den
Kanal. Reiter wies zudem darauf hin, dass es auf dem Donaukanal
bereits Rundfahrten, die vor allem von Touristen in Anspruch genommen
werden würden, gäbe. Hier läge es allerdings an den Betreibern, im
Fall einer steigenden Nachfrage dieses Angebot auszuweiten.
Die Verquickung des ÖVP-Wunsches mit der von Stadtrat Schicker
geforderten Belebung der Schifffahrt auf der Donau sei bewusst
irreführend gewählt, so Reiter, weil auch die beiden ÖVP-Politiker
wüssten, dass der Wiener Verkehrsstadtrat vordringlich die bessere
Nutzung der Donau in erster Linie als Alternative zum stark
steigenden LKW-Schwerverkehr im Großraum Wien nach der EU-Erweiterung
angesprochen habe. Dies habe natürlich nichts mit einem
"Vaporetto"-Verkehr auf dem Donaukanal zu tun. Abschließend erinnerte
Reiter daran, dass Wien seinen öffentlichen Verkehr weiter ausbaue,
während die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung die Mittel für die Eisenbahn
ständig kürze und nun die ÖBB zu Lasten der Fahrgäste sogar
zerschlagen wolle. "Hier hätten Tschirf und Gerstl vordringlich ein
lohnendes Gebiet für ihre Kritik", schloss Reiter. (Schluss)
OTS0240 2003-12-03/14:47
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS1






