- 03.12.2003, 13:15:43
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VP-Tschirf und Gerstl: SPÖ gegen Nutzung des Donaukanals als Verkehrsweg
Bürgerinteressen haben sich SP-Parteipolitik unter zu ordnen
Wien (VP-Klub): "Heute lehnte die Wiener SPÖ im Gemeinderatsausschuss
für Stadtentwicklung und Verkehr einen ÖVP-Antrag zur Schaffung einer
regelmäßigen Schiffverbindung entlang des Donaukanals ab",
kritisierte der Verkehrssprecher der Wiener ÖVP, Mag. Wolfgang
Gerstl, die unverständliche Vorgehensweise.****
Offenbar wüssten die Sozialisten in Wien nicht, was sie wollen. Schon
1979 habe die SPÖ in Wien, wie aus einem Schreiben der
Stadtbaudirektion hervorgehe, die Planung eines Vaporettoverkehrs
überlegt und erst gestern habe Stadtrat Schicker auch eine verstärkte
Nutzung der Wasserstraßen als alternative Transportwege gefordert,
meint Gerstl.
Tschirf ergänzend: "Ich will der SPÖ-Wien ja nichts unterstellen,
aber hier haben parteipolitische Überlegungen eindeutig Vorrang
gegenüber einer sachlichen Begründung. Reflexartig werden Vorschläge
der ÖVP-Wien abgelehnt. Bürgerinteresse hat sich eben dem
Parteiinteresse unter zu ordnen."
Letzte konkrete Überlegungen und einen technischen Vorbericht zur
Einrichtung eines linienähnlichen Personenschiffverkehrs habe es im
Jahr 1999 gegeben. Es gab sogar schon eine Ausschreibung der MA 45
und auch ein tauglicher Betreiber habe sich damals bereits gefunden.
"Aber wie so oft hat es die Wiener SPÖ nicht zustande gebracht,
durchaus sinnvolle Projekte für Wien zu realisieren. Und gerade
jetzt, kurz vor der EU-Erweiterung, werden neuerliche Bemühungen der
ÖVP-Wien hinsichtlich eines alternativen Verkehrsweges, der auch eine
zusätzliche Verkehrsverbindung nach Bratislava mit sich brächte, aus
parteipolitischem Interesse abgelehnt", stellt Tschirf abschließend
fest.(Schluss)
OTS0186 2003-12-03/13:15
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