• 03.12.2003, 12:24:10
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NEWS: Palmers-Konzern vor Zerschlagung

Lösung im Wäschekrieg: Palmers soll dreigeteilt werden. - Wiener Gerngross-Verkauf dürfte weniger bringen als erwartet.

Wien (OTS) - In seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet das
Nachrichtenmagazin NEWS, dass der Textil- und Immobilienkonzern
Palmers vor einer Zerschlagung steht. Als Konsequenz des
"Wäschekrieges" zwischen Haupteigentümer Christian Michael Palmers
und dem langjährigen Palmers-Vorstandsvorsitzenden und
Palmers-Minderheitseigentümer Rudolf Humer soll es zu einer
Dreiteilung des Unternehmens kommen. Laut NEWS sollen die Weichen
dafür in einer Sitzung am 5. Dezember, dem Krampustag, gestellt
werden.

Der auf einen Wert von rund 440 Millionen Euro geschätzte Konzern
dürfte den NEWS vorliegenden Plänen nach in die Sparten Immobilien
mit einem Wert von rund 220 Millionen Euro, Textil mit einem Wert von
rund 60 Millionen Euro und Kaufhäuser mit einem Wert von Rund 160
Millionen Euro aufgeteilt werden. Der Immobilien-Bereich, der als
Perlen in Wien neun Häuser in der Mariahilfer Straße, das Lugeck 7,
den Kohlmarkt 7, die Rotenturmstraße 11, die Kärntner Straße 49 sowie
die Lehargasse 9 - 11 umfasst, soll laut NEWS Christian Michael
Palmers zugesprochen werden. Den Textil-Bereich mit den Handelsketten
Palmers, Gazelle und P2 erhält demnach die Familie von
Palmers-Schwester Elisabeth Wilhelm. Für die weiteren zu Palmers
zählenden Textil- Unternehmen wie Don Gil, Hemdenmacher Gloriette,
das Luxusgeschäft Braun & Co sowie eine 50prozentige Beteiligung am
Schuherzeuger Ludwig Reiter soll, so NEWS, der Verkauf geplant sein.

Der Kaufhaus-Bereich von Palmers, die 75prozentige Beteiligung an
der Gerngross AG, soll, so NEWS, dem früheren Palmers-Boss Humer
sowie dem ihm verbundenen Hans und Michael Palmers zugesprochen
werden. Vor der Aufteilung dürfte es noch zu einem Verkauf des Wiener
Gerngross-Kaufhauses in der Mariahilfer Straße kommen. Obgleich der
deutsche Deka-Fonds laut NEWS zuletzt nur 107 Millionen Euro statt
der ursprünglich verlangten 160 Millionen als Kaufpreis biete, soll
der Verkaufsbeschluss am 5. Dezember fallen. Von den verbleibenden
Objekten der Gerngross AG sollen derzeit sowohl das Innsbrucker
Kaufhaus Tyrol als auch das Wiener Herzmansky-Gebäude für einen
Verkauf taxiert werden, berichtet NEWS. Werden diese Pläne
realisiert, verbleibt das Wiener Kaufhaus Steffl in der Kärntner
Straße als einziges Objekt der Gerngross AG.

OTS0148    2003-12-03/12:24

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