- 28.11.2003, 12:00:00
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AMS Wien plant mehr Service für KünstlerInnen
Mit der geplanten Übergabe der Künstlerbetreuung an eine externe Einrichtung möchte das AMS Wien Expertenwissen nutzen.
Wien (OTS) - Aufgrund der gestiegenen Arbeitslosigkeit verfügt das
AMS Wien derzeit über zu wenige Personalressourcen, um spezielle
Gruppen am Arbeitsmarkt in hoher Qualität und zufriedenstellend
betreuen zu können. Darum hat das AMS Wien bereits im Sommer
Beratungsleistungen für besondere Zielgruppen - wie zum Beispiel
Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz - von externen Einrichtungen
zugekauft.
"Auch KünstlerInnen sehen wir als besondere Berufsgruppe, deren
Beratung und Vermittlung hohes Expertenwissen und genaue Kenntnis der
Kulturszene und damit der potentiellen ArbeitgeberInnen voraussetzt",
erklärt Dr. Inge Friehs, stellvertretende Leiterin des AMS Wien. "Da
wir diese Leistung nicht in zufriedenstellendem Ausmaß selbst
erbringen können, werden wir das Experten-Know-How in Form einer
Beratungs- und Betreuungseinrichtung zukaufen. Alle
existenzsichernden Maßnahmen erledigt natürlich weiterhin das AMS."
2.000 KünstlerInnen vorgemerkt
In Wien sind zur Zeit rund 2.000 KünstlerInnen arbeitslos
vorgemerkt. Nur ein Teil davon (ca. 700-800 Personen) wird in der
AMS-eigenen Künstlervermittlung am Esteplatz betreut, der
überwiegende Teil dieser Kundengruppe verteilt sich je nach
Wohnadresse auf die anderen AMS-Geschäftsstellen, wo keine spezielle
Künstlervermittlung zur Verfügung steht.
"Wir wollen sicherstellen, dass alle KünstlerInnen künftig nach
dem selben hohen Standard betreut werden und eine qualitativ
hochwertige, selbstverständlich kostenlose Vermittlung in Anspruch
nehmen können", betont Inge Friehs. "An einem konkreten Konzept wird
gerade gearbeitet. Sobald die Eckpunkte stehen - ca. in der 2.
Jännerhälfte - planen wir eine Infoveranstaltung für diese
Zielgruppe. Über die Interessensvertretungen der KünstlerInnen wollen
wir auch jene erreichen, die aktuell gerade nicht bei uns vorgemerkt
sind."
Pressekonferenz
Um diese geplanten Änderungen entsprechend zu kommunizieren, wird
das AMS Wien an der geplanten Pressekonferenz der
Interessensgemeinschaft Freie Theaterarbeit am nächsten Mittwoch
teilnehmen.
OTS0169 2003-11-28/12:00
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