Grüne/Maresch: Winterdienst-Verordnung ist falscher Weg und führt zu weiteren Belastungen

Splittstreuung ist mit hohen gesundheitsbelastenden Feinstaubemissionen verbunden. Grüne für Streumittelbeschränkung und Winterreifenpflicht

Wien (Grüne) - "Die Winterdienst-Verordnung geht am eigentlichen Problem vorbei", kritisiert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen. "Die heute von Isabella Kossina präsentierte Verordnung ist nur ein weiterer PR-Gag der Umweltstadträtin."

Tatsächlich ist die Splittstreuung mit hohen gesundheitsbelastenden Feinstaubemissionen verbunden, aber auch die Salzstreuung führt zu einer Staubbelastung, wenn auch in geringerem Ausmaß. "Gesundheits-und Umweltbelastungen" durch den Streudienst können wirksam nur durch eine Beschränkung der aufgebrachten Streumittelmenge erreicht werden", erläutert Maresch. Aber gerade dafür gibt es in der neuen Verordnung keine Regelungen. Im Gegenteil: durch die Empfehlung des vorbeugenden Streuens werden im heurigen Winter noch wesentlich mehr Streumittel eingesetzt werden. "Und das bringt auch für die Verkehrssicherheit nichts", betont Maresch.

Wie Untersuchungen zeigen besteht kein Zusammenhang zwischen Streumenge und Verkehrsunfällen. In Städten wo weniger gestreut wird, gibt es sogar weniger Verkehrsunfälle, weil dort die FahrzeuglenkerInnen das Fahrverhalten an die Witterungsbedingungen anpassen.

Die Grünen schlagen neben Streumittelbeschränkungen auch Winterreifenpflicht und temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen im Stadtgebiet vor. "Mit der heute vorgestellten Verordnung soll, der Winter mit viel Chemie vollständig aus unserer Stadt verbannt werden. Das müssen wir noch dazu mit Schäden an Fahrzeugen und Kleidung teuer bezahlen", zeigt sich Maresch enttäuscht.

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