- 28.11.2003, 11:24:55
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Grüne/Maresch: Winterdienst-Verordnung ist falscher Weg und führt zu weiteren Belastungen
Splittstreuung ist mit hohen gesundheitsbelastenden Feinstaubemissionen verbunden. Grüne für Streumittelbeschränkung und Winterreifenpflicht
Wien (Grüne) - "Die Winterdienst-Verordnung geht am eigentlichen
Problem vorbei", kritisiert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der
Wiener Grünen. "Die heute von Isabella Kossina präsentierte
Verordnung ist nur ein weiterer PR-Gag der Umweltstadträtin."
Tatsächlich ist die Splittstreuung mit hohen gesundheitsbelastenden
Feinstaubemissionen verbunden, aber auch die Salzstreuung führt zu
einer Staubbelastung, wenn auch in geringerem Ausmaß. "Gesundheits-
und Umweltbelastungen" durch den Streudienst können wirksam nur durch
eine Beschränkung der aufgebrachten Streumittelmenge erreicht
werden", erläutert Maresch. Aber gerade dafür gibt es in der neuen
Verordnung keine Regelungen. Im Gegenteil: durch die Empfehlung des
vorbeugenden Streuens werden im heurigen Winter noch wesentlich mehr
Streumittel eingesetzt werden. "Und das bringt auch für die
Verkehrssicherheit nichts", betont Maresch.
Wie Untersuchungen zeigen besteht kein Zusammenhang zwischen
Streumenge und Verkehrsunfällen. In Städten wo weniger gestreut wird,
gibt es sogar weniger Verkehrsunfälle, weil dort die
FahrzeuglenkerInnen das Fahrverhalten an die Witterungsbedingungen
anpassen.
Die Grünen schlagen neben Streumittelbeschränkungen auch
Winterreifenpflicht und temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen im
Stadtgebiet vor. "Mit der heute vorgestellten Verordnung soll, der
Winter mit viel Chemie vollständig aus unserer Stadt verbannt werden.
Das müssen wir noch dazu mit Schäden an Fahrzeugen und Kleidung teuer
bezahlen", zeigt sich Maresch enttäuscht.
Rückfragehinweis: Pressebüro Grüner Klub im Rathaus, Tel: 4000-81821
OTS0144 2003-11-28/11:24
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