- 28.11.2003, 10:13:03
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Flemming: EU-Erweiterung als Gewinn für die Umwelt
Österreich profitiert von der Anwendung des strengen Umweltrechts in unseren Nachbarländern
Wien/Brüssel, 28. November 2003 (ÖVP-PK) "Die Erweiterung der EU
ist ein Gewinn für Österreich. Dieser Gewinn lässt sich gerade im
Umweltbereich auch an handfesten Gründen festmachen", sagte heute,
Freitag, die österreichische Europaparlamentarierin Dr. Marilies
Flemming in Wien. "Die Beitrittsländer müssen die strengen EU-
Umweltregeln übernehmen. Davon profitiert nicht nur Österreichs
Umwelt, sondern auch unsere Wirtschaft hat durch den erhöhten
Investitionsbedarf im Umweltbereich gute Chancen für neue Aufträge",
ist Flemming zufrieden. ****
Vor allem auf dem Gebiet der Luftschadstoffe konnten die
Kandidatenländer in den letzten Jahren wesentliche Verbesserungen
erzielen. So wurden in der Tschechischen Republik die
Schwefeldioxidemissionen im Zeitraum zwischen 1989 und 1998 um 78%
reduziert. In der Slowakei betrug die Reduktion seit 1989 69%, in
Ungarn 47%, allerdings bei wesentlich niedrigeren Ausgangswerten.
"Die Übernahme des EU-Umweltacquis bewirkt aber noch weitergehende
Luftschadstoffreduktionen. Allein die Übernahme der EU-Abgasregeln
für Autos macht trotz eines zu erwartenden Verkehrswachstums sogar
einen weiteren Rückgang der Gesamtemissionen möglich - allein in
Österreich um bis zu 40%", betonte Flemming.
Die Verpflichtung zur Übernahme des EU-Umweltacquis führe auch
dazu, dass manche Bereiche, in denen die Beitrittsländer überhaupt
keine Regelungen hatten, z. B. für genetisch modifizierte Organismen,
nun einem gemeinsamen harmonisierten Regime unterworfen sind. "Das
führt auch zu mehr Rechts- und damit Investitionssicherheit für
Unternehmen", so Flemming. Die erhöhten Umweltstandards würden auch
zu einem erhöhten Investitionsbedarf bei den betroffenen Unternehmen
führen. "Dieser Investitionsbedarf ist auch eine große Chance für
österreichische Firmen. Vor allem in den Bereichen erneuerbare
Energien, Abwasserbehandlung und Abfallentsorgung können
österreichisch Unternehmen Aufträge erwarten. Die geographische Nähe
und die in vielen Fällen traditionell guten Kontakte sind deutliche
Vorteile gegenüber Mitbewerbern aus den anderen EU-Mitgliedstaaten",
sagte Flemming.
Wenige und kurze Übergangsfristen würden sicherstellen, dass
Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Umweltstandards rasch
abgebaut werden. "Keine einzige Umwelt-Übergangsfrist ist länger als
jener Zeitraum, der den derzeitigen Mitgliedstaaten gewährt wurde.
Dadurch wird auch die Versuchung geringer, Produktionsstätten wegen
niedrigerer Umweltstandards nach Mittel- und Osteuropa auszulagern",
betonte Flemming. "Vor allem aber bringen die strengen Standards eine
gesteigerte Lebensqualität für die fast 500 Millionen Menschen der
erweiterten EU und wir bewahren das ökologische Erbe Europas für
zukünftige Generationen. Allein darum ist die Erweiterung schon ein
Gewinn", sagte Flemming abschließend.
Rückfragen: MEP Dr. Marilies Flemming, Tel.: 0032-2-284-5775
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21 ([email protected])
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