• 27.11.2003, 14:36:39
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Cernic: „Kleines Glücksspiel abschaffen!“

FPÖ und ÖVP haben scheinbar kein Interesse daran, Spielsüchtige von ihrer Sucht zu befreien

Klagenfurt (SP-KTN) – Zwei Tage sind seit der SP-Forderung nach
der Abschaffung des Kleinen Glückspiels vergangen und noch immer
kommt von FPÖ und ÖVP kein brauchbarer Vorschlag. „Es muss im Sinn
der Spielsüchtigen, die oft ihren ganzen Lohn in die Automaten
stecken, eine Neuregelung getroffen werden. Das Kleine Glücksspiel
muss in Kärnten abgeschafft werden“, fordert LAbg. Nicole Cernic (SP)
erneut eine Abschaffung.

Die Zahl der Spielsüchtigen ist stark ansteigend. Wenn laut
Klagenfurter Suchtberatung heuer bereits 83 Spielsüchtige dort Hilfe
gesucht haben, dann ist das ein alarmierendes Zeichen. „Ich kann
Klagenfurts Gesundheitsreferentin Maria-Luise
Mathiaschitz-Tschabuschnig nur zustimmen, wenn sie die Abschaffung
des Kleinen Glücksspiels fordert. Man muss bedenken, dass viele
Spielsüchtigen mit Zigtausenden Euro in der Kreide stehen. Spielsucht
ist eine ernst zu nehmende Krankheit“, setzt sich Gesundheitsreferent
LHStv. Peter Ambrozy (SP) für die Abschaffung des Kleinen
Glücksspiels ein. Trotz all der offensichtlichen Nachteile für die
Menschen, beharren FPÖ und ÖVP auf ihrer Haltung.

„Finanzreferent Karl Pfeifenberger lukriert gerade einmal150.000
Euro an Vergnügungssteuer im Jahr. Alleine die Werbeausgaben der
Finanzreferenten für seine Showpolitik machen ein Vielfaches davon
aus“, fordert Cernic den FP-Referenten auf, endlich einmal an die
Menschen zu denken. (Schluss)

OTS0238    2003-11-27/14:36

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