- 27.11.2003, 14:16:45
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Csörgits zu WKÖ: Lippenbekenntnisse zur Vereinbarkeit bringen uns nicht weiter
ÖGB-Frauen fordern Recht auf Teilzeit für Eltern
Wien (ÖGB). "Mit seiner Ablehnung des Rechts auf Teilzeit für
Eltern hat das Wirtschaftsparlament der WKÖ heute ein trauriges
Zeichen gesetzt", stellt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin
Renate Csörgits fest. ÖVP-Wirtschaftsbund und SPÖ-Wirtschaftsverband
haben heute einen dementsprechenden Antrag des Ringes freiheitlicher
Wirtschaftstreibender unterstützt. Die Wirtschaft zeige mit ihrer
Ablehnung des Rechts auf Teilzeit deutlich, dass sie allein zu
Lippenbekenntnissen bereit sei, wenn es um die Vereinbarkeit von
Beruf und Familie gehe, so Csörgits. Sie spricht sich erneut für die
rasche Umsetzung des Rechts auf Teilzeit für alle Eltern aus.++++
Die Praxis zeige, dass man mit freiwilligen Vereinbarungen allein
nicht weiterkomme. "Wenn eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer
nach der Geburt des Kindes im alten Job Teilzeit weiterarbeiten
möchte, sagen die Chefs regelmäßig 'Njet'. Wir brauchen einen
verbindlichen Rechtsanspruch", sagt Csörgits. Das von der Regierung
geplante Recht müsse auch auf ArbeitnehmerInnen in Kleinbetrieben
ausgeweitet werden. Ebenso müsse die dreijährige
Betriebszugehörigkeit als Voraussetzung für die Inanspruchnahme
fallen. "Eine derartige Bestimmung ist in unserer schnelllebigen
Arbeitswelt überholt", stellt die ÖGB-Frauenvorsitzende klar.(mfr)
ÖGB, 27. November 2003
Nr. 995
OTS0227 2003-11-27/14:16
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