- 26.11.2003, 16:22:12
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Bundesregierung stellt Kinder ins Out
LehrerInneneinsparung am Rücken tausender SchülerInnen
Wien (SK) Die Bundesregierung drängt durch ihren aggressiven Sparkurs
Österreichs Schulen an die Grenze des Belastbaren. In Wien gehen fast
sieben Prozent der LehrerInnen mit kommendem Montag in Pension.
Konkret heißt das, dass 7,2 Prozent der Stunden eingespart werden
müssen. "Man muss sich vorstellen, was das für jeden einzelnen
Schüler bedeutet. Von einer Woche auf die andere fehlt plötzlich die
Klassenlehrerin oder der Lehrer. Klassen werden vorübergehend
fusioniert, einzelne Stunden werden ersatzlos gestrichen - das Chaos
ist vorprogrammiert. Der Zeitpunkt, der hier gewählt wurde, könnte
schlechter nicht sein", zeigt sich die Schulsprecherin der
Österreichischen Kinderfreunde, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching,
Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ verärgert. ****
Die Einsparung bei den LehrerInnen bedeute massiven Qualitätsverlust
an Österreichs Schulen. Frontalunterricht, der endlich den Auszug aus
Österreichs Schulen geschafft hat, sei von einem Tag auf den anderen
wieder in den Klassenzimmern zuhause. Die Integration von Kindern
nicht deutscher Muttersprache und Teamteaching würden durch die
Maßnahmen der Regierung unmöglich gemacht.
"Die Geldbeschaffungspolitik, die hier auf Kosten bildungshungriger
Kinder betrieben wird, darf nicht hingenommen werden. Österreich
marschiert mit Siebenmeilenstiefeln rückwärts, anstatt Kindern eine
Zukunft zu sichern, in der sie Bildungsangebote, Lehrausgänge,
Projekttage und spannende Unterrichtsstunden erwarten", schloss
Schasching. (Schluss) cs/mm
Rückfragen: Mag. Martina Gmeiner, 5121298/47, E-Mail:
[email protected]
OTS0286 2003-11-26/16:22
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