• 26.11.2003, 11:57:51
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Entscheidung bei Baxter für Biotech-Zentrum Muthgasse

Stadt Wien errichtet hochmodernes Biotechzentrum für 2.000 Mitarbeiter; 500 bis 600 Baxter-Mitarbeiter dort ab 2007 tätig

Wien (OTS) - "Die Entscheidung von Baxter International am
Standort Muthgasse, mehrere seiner bestehenden sowie neue Forschungs-
und Entwicklungskapazitäten im Bereich BioScience zusammenzulegen,
bestätigt unseren Weg, Wien verstärkt als Hochtechnologiestandort zu
positionieren. Damit steigen wir in die nächste Gewichtsklasse der
Biotechnologie auf und legen so die Basis für rund 2.000 neue
hochqualifizierte Jobs", freuten sich Wiens Bürgermeister Dr. Michael
Häupl und Wiens Finanz- und Wirtschaftstadtrat Vizebürgermeister Dr.
Sepp Rieder am Mittwoch. Vorausgegangen war die Entscheidung von
Baxter International Inc. (USA), am zu errichtenden Standort
Muthgasse im 19. Bezirk ab 2007 rund 500 bis 600 Mitarbeiter von
Baxter einzusetzen. Damit entsteht neben dem Vienna Biocenter ein
weiterer Nukleus der europäischen Biotechnologie in Wien, der ab 2007
in Betrieb gehen wird und rund 2.000 Mitarbeiter in dieser
Hochtechnologiebranche beheimaten wird.****

"Für Baxter ist das Biotechzentrum Muthgasse aufgrund des
geplanten hochmodernen Gebäudes, der Nähe zu universitären
Einrichtungen und der hervorragenden Mitarbeiter in Österreich das
optimale Umfeld für unsere Ausbaupläne", erklärte Univ.-Prof. Dr. Dr.
Friedrich DORNER, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im
Bereich BioScience und Vorstandsmitglied der Baxter AG. An dem
Mediengespräch nahm auch DI Thomas JAKOUBEK, Geschäftsführer der
Wiener Stadtentwicklungsholding, die Teil der Errichtungsgesellschaft
sein wird, teil.

40.000 m2 Hochtechnologie für rund 2.000 Mitarbeiter

Der neue 40.000 m2 -Biotechnologiekomplex wird im Frühling 2004
in Bau gehen und in der Muthgasse im 19. Bezirk Räumlichkeiten für
Verwaltung und High-Tech-Labors beinhalten. Ebenso geplant ist eine
Vorproduktionsanlage, in der die entwickelten Produkte in Kleinserien
erzeugt werden können.

Vorgesehen ist, dass Baxter ab Nutzungsbeginn rund 27.000 m2
mieten wird. Die anderen Flächen werden ebenso an Unternehmen bzw.
Institutionen - wie Forschungseinheiten der Universitäten - im
Fachgebiet Biotech vergeben werden.

Technologien der Zukunft - die Stadt Wien gemeinsam mit
privaten Partnern

Das Konzept rund um den Standort Muthgasse wurde von der Wiener
Stadtentwicklungsholding - einem Unternehmen der Wiener Holding - in
den vergangenen eineinhalb Jahren entwickelt. Dabei wurden sämtliche
Entscheidungsgrundlagen geschaffen, die letztendlich zur positiven
Entscheidung bei Baxter für den Standort Muthgasse geführt haben.
Dabei konnten die Wiener Stadtentwicklungsholding und Baxter ein
detailliertes Raum- und Funktionsprogramm zur wirtschaftlichen und
technisch effizienten Umsetzung erarbeiten. Gleichzeitig wurden die
Voraussetzungen zur Sicherung der projektgegenständlichen Grundstücke
geschaffen, projektnotwendige Planungen sowie Verkehrs- und
Machbarkeitsstudien durchgeführt und die gesellschafts- und
mietrechtlichen Bedingungen vorbereitet.

Eine Errichtungs- und Betriebsgesellschaft für das Projekt
befindet sich in Gründung. An dieser Gesellschaft wird die Wiener
Stadtentwicklungsholding in etwa 20 Prozent halten. Die restlichen
Anteile werden private Partner und Investoren wie die Wiener
Städtische Versicherung, die Bank Austria und die Porr AG halten.

Biotech-Zentrum Muthgasse - optimales Umfeld für Baxter

Bereits jetzt befinden sich im unmittelbaren Nahbereich des
projektierten Biotechzentrums einschlägige Einrichtungen wie das
Austrian Center for Biopharmaceutical Technology - ACBT. (Eine
Kooperation der Firmen Boehringer Ingelheim, Biochemie Kundl GmbH
sowie des Instituts für angewandte Mikrobiologie der BOKU und des
Instituts für Biochemie der Uni Innsbruck.)

"Die Umsiedlung unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in
diese hochmoderne Anlage ist für Baxter in mehrfacher Hinsicht von
Vorteil. Wir erhalten Zugang zu verschiedenen universitären
Ressourcen und können Infrastruktur gemeinsam mit der Universität für
Bodenkultur nutzen. Darüber hinaus ermöglicht der Standort Zugang zu
neuen Talenten sowie Partnerschaften mit anderen
Biotechnologieunternehmen, die sich ebenfalls in dem Komplex
ansiedeln werden", betont Univ.-Prof. Dr. Dr. Friedrich Dorner.

Nachhaltiges Engagement am Standort Muthgasse

Die Biotechnologie ist unter anderem dadurch charakterisiert,
dass wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die wirtschaftliche
Praxis einfließen müssen, um einen Innovationsvorsprung zu
garantieren. Jeder Wiener Biotechnologie-Standort zeichnet sich durch
das nachhaltige Engagement eines Leitbetriebes aus, meist die
österreichische Niederlassung eines internationalen Pharmakonzerns.
Im Fall des Standortes Muthgasse ist dies Baxter.

Vorteil des neuen Zentrums ist die Konzentration von Know How im
Bereich Hochtechnologie. "Unser Ziel ist es, rund um das 'Zugpferd'
Baxter andere Biotech-Firmen - vor allem start ups und spin offs - in
diesem Bereich anzusiedeln. Damit erreichen wir eine 'win
win-Situation' für alle beteiligten Unternehmen", so
Vizebürgermeister Rieder.

Bio Tech-Standort Wien: Über 6.500 hochqualifizierte Experten
in 60 Firmen

Wien hat sich in den letzten Jahren als Life Science Standort
etabliert. Wien verfügt über mehrere thematische und räumliche
Schwerpunkte, die sich um Universitäten, Kliniken und
Forschungseinrichtungen gruppieren, wobei jeder Standort einem
thematischen Schwerpunkt zugeordnet ist. Neben dem Campus Vienna
Biocenter, dessen Entwicklung bereits in den 80-iger Jahren begann,
etablieren sich in jüngster Zeit der Standort AKH mit dem Schwerpunkt
molekulare Medizin und der Standort Muthgasse als Leitlocation der
Wiener Biotech-Szene.

Wien hat sich als Life Science Standort international etabliert.
Seit 1998 sind 35 Unternehmensgründungen erfolgt, von denen einige
die start-up Phase bereits hinter sich gelassen haben. Die
gegenwärtige Zahl der Unternehmen auf dem Life Science-Sektor in Wien
liegt damit Ende 2002 bei mehr als 60. Insgesamt sind in dieser
Branche etwa 6.500 hochqualifizierte Experten tätig.

Kern der Wiener Biotechszene ist das Vienna Bio Center. Alleine
am Standort Campus VBC sind mehr als 1.000 Wissenschafter aus 40
Nationen tätig. 1992 fiel mit der Übersiedlung von vier Instituten
der Universität Wien der Startschuss für diesen Biotech-Cluster.
(Schluss) mmr

OTS0161    2003-11-26/11:57

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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