• 26.11.2003, 09:13:26
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SPÖ-Winklbauer: Jetzt gute Chancen für optimale städtebauliche Nutzung des ehemaligen Flugfeldes Aspern

Wien (SPW-K) - Mit der städtebaulichen Initiativen im Wiener
Donauraum setzte sich SPÖ-Gemeinderätin Renate Winklbauer in ihrem
Debattenbeitrag, gestern, Dienstag abend, im Wiener Gemeinderat zum
Budgetvoranschlag der Stadt Wien für das kommende Jahr auseinander.
Ausgehend von den Ergebnissen der heuer präsentierten Strategischen
Umweltprüfung für den Nordosten Wiens (SUPerNOW) erläuterte die
Donaustädter Mandatarin ihre Sichtweise für die künftige Nutzung
dieser Region. "Vor allem die rasante Entwicklung der Bevölkerung,
die nicht damit korrelierende geringere Wirtschafts- und
Arbeitsplatzentwicklung und das daraus resultierende starke
Pendler-Verkehrsaufkommen erfordern geradezu Maßnahmen", hob
Winklbauer hervor.

Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen erläuterte die Mandatarin
die in der SUPerNOW erzielten Übereinstimmungen hinsichtlich der
Verkehrsvermeidung, des Vorrangs für den öffentlichen Verkehr, der
Notwendigkeit von Verkehrslenkungsmaßnahmen, den Ausbau des
ehemaligen Flugfeldes Aspern und der sechsten Donauquerung. Sie
skizzierte die wesentlichen Parameter der einzelnen Zielsetzungen,
wobei sie besonders ausführlich die angestrebten städtebaulichen
Entwicklung des alten Flugfeldes Aspern sowie die geplante sechsten
Donauquerung behandelte.

Winklbauer wies darauf hin, dass durch die künftige gute
Verkehrsanbindung des Flugfeldes Aspern ( U-Bahnlinie U 2 und
NO-Querung S 1) sowie einer sinnvollen Umfahrungsstrategie der
Ortskerne und der Führung der Trasse der B 3d ausgezeichnete Chancen
für einen neue Nutzung bestünden. Nach Meinung Winklbauers "sollte
das Flugfeld ein hochrangiges gemischtes Baugebiet sein, das über ein
ausreichendes Maß an qualitativ hochwertigen Wohnungen ebenso verfügt
wie über eine zukunftsorientierte, innovative wirtschaftliche
Nutzung. Eine Reihe von Schlüssel-Zukunftstechnologien könnten neben
den bereits in Wien existierenden dort ebenfalls Platz finden".

Entschieden sprach sich die Gemeinderätin gegen "eine Massierung
von Einkaufs- und Fachmärkten, die neuen Verkehr anziehen und die
bestehende Betriebs-, Handels- und Dienstleistungszentren im Norden
Wiens stark konkurrenzieren", aus. Winklbauers Conclusio:
"Infrastruktur und vielfältige Nahversorgung Ja, Speckgürtel Nein!"
Hinsichtlich der sechsten Donauquerung richtete die Politikerin an
die Entscheidungsträger im Bund und in der ASFINAG die Aufforderung,
die Entscheidung über die Form der Donauquerung, ob Tunnel oder
Brücke, rasch zu treffen, denn "mit jedem Monat oder gar Jahr, das
verstreicht, wird die Verkehrssituation nicht besser und die
Belastung der Bevölkerung nicht geringer", meinte Winklbauer.
(Schluss)

OTS0031    2003-11-26/09:13

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