• 25.11.2003, 16:54:05
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Wirtschaftskammer Niederösterreich: WKNÖ-Wirtschaftsparlament besorgt über betriebliche Schwachstellen:

Kapitalstruktur gehört verbessert!

Wien (OTS) - Die Verbesserung der Kapitalstruktur der
niederösterreichischen Unternehmen besitzt im Erweiterungsjahr für
die WKNÖ oberste Priorität. Auf dem Programm stehen sowohl Maßnahmen
zur finanziellen Entlastung als auch zahlreiche neue
Serviceaktionen.

Anlässlich der Präsentation des Arbeitsprogramms 2004 beim
Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) in
St. Pölten äußerte sich Präsidentin Sonja Zwazl besorgt über die
Ertragslage der Unternehmen.
Alarmierend ist vor allem die Tatsache, dass 45 Prozent der kleinen
und mittleren Unternehmen (KMU) gänzlich ohne Eigenkapital arbeiten:
"Hier muss unbedingt der Hebel angesetzt werden", betont Zwazl. Zu
diesem Zweck schnürt die WKNÖ ein spezielles Service-Aktionspaket für
ihre Mitglieder. Gerade die Erfahrungen im Vorfeld von Basel II
hätten gezeigt, so Zwazl, dass die Schwachstellen vieler Unternehmer
nicht so sehr im fachlichen, sondern im kaufmännisch
betriebswirtschaftlichen Bereich sowie bei der eigenen Performance
liegen.

Hier will die WKNÖ mit der Info-Kampagne "Der erfolgreiche Weg zum
Fremdkapital!" und WIFI-Seminaren zum Thema
"Unternehmensfinanzierung" Abhilfe schaffen. Weiters wird ein
Finanz-Check als Selbsttest für alle Mitglieder ausgearbeitet.
Selbstverständlich finden sich im Arbeitsprogramm 2003 der WKNÖ nicht
nur Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebskapitals.

Damit auch das "Human Capital" entsprechend berücksichtigt wird,
setzt die WKNÖ verstärkt auf "Brain Power". Denn, so Präsidentin
Zwazl: "Selbstständige und Unselbstständige werden sich während ihres
gesamten Berufslebens ständig neu orientieren müssen." Ab nächstem
Jahr bietet die WKNÖ kostenlose WIFI-Bildungs-Erstberatungen sowie
einen Bildungsscheck für Unternehmer an.

Standortfrage!

Auf der Lobbying-Seite sind ebenfalls alle Anstrengungen auf
finanzielle Entlastung der Betriebe ausgerichtet. Neben der
ersatzlosen Streichung der sogenannten Bagatellsteuern (so etwa
Werbeabgabe und Kreditgebühr) macht sich die WKNÖ vor allem für eine
spürbare Senkung des Körperschaftssteuersatzes stark.
"In Tschechien soll die Köst auf 28 Prozent und in der Slowakei sogar
auf 19 Prozent gesenkt werden", schlägt Zwazl Alarm. Die Höhe der
Unternehmenssteuer werde für das Bundesland Niederösterreich immer
mehr zur Standortfrage.

Gleiches gilt für die zukünftige europäische Förderkulisse auf
europäischer Ebene: "Wir werden in Brüssel alles unternehmen, um ein
Fördergefälle zu Niederösterreich zu verhindern", betont die
Präsidentin. Und in der Wirtschaftspolitik des Landes werde die
Wirtschaftskammer Niederösterreich weiterhin als mitgestaltende Kraft
tätig sein, ergänzt WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich. Gezieltes
Lobbying sei sowohl bei der Umsetzung der Natura 2000, beim
Landesentwicklungskonzept als auch beim Klimaprogramm notwendig, um
die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich
zu sichern.

OTS0271    2003-11-25/16:54

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HKN

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