Wirtschaftskammer Niederösterreich: WKNÖ-Wirtschaftsparlament besorgt über betriebliche Schwachstellen:

Kapitalstruktur gehört verbessert!

Wien (OTS) - Die Verbesserung der Kapitalstruktur der niederösterreichischen Unternehmen besitzt im Erweiterungsjahr für die WKNÖ oberste Priorität. Auf dem Programm stehen sowohl Maßnahmen zur finanziellen Entlastung als auch zahlreiche neue Serviceaktionen.

Anlässlich der Präsentation des Arbeitsprogramms 2004 beim Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) in St. Pölten äußerte sich Präsidentin Sonja Zwazl besorgt über die Ertragslage der Unternehmen.
Alarmierend ist vor allem die Tatsache, dass 45 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gänzlich ohne Eigenkapital arbeiten:
"Hier muss unbedingt der Hebel angesetzt werden", betont Zwazl. Zu diesem Zweck schnürt die WKNÖ ein spezielles Service-Aktionspaket für ihre Mitglieder. Gerade die Erfahrungen im Vorfeld von Basel II hätten gezeigt, so Zwazl, dass die Schwachstellen vieler Unternehmer nicht so sehr im fachlichen, sondern im kaufmännisch betriebswirtschaftlichen Bereich sowie bei der eigenen Performance liegen.

Hier will die WKNÖ mit der Info-Kampagne "Der erfolgreiche Weg zum Fremdkapital!" und WIFI-Seminaren zum Thema "Unternehmensfinanzierung" Abhilfe schaffen. Weiters wird ein Finanz-Check als Selbsttest für alle Mitglieder ausgearbeitet. Selbstverständlich finden sich im Arbeitsprogramm 2003 der WKNÖ nicht nur Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebskapitals.

Damit auch das "Human Capital" entsprechend berücksichtigt wird, setzt die WKNÖ verstärkt auf "Brain Power". Denn, so Präsidentin Zwazl: "Selbstständige und Unselbstständige werden sich während ihres gesamten Berufslebens ständig neu orientieren müssen." Ab nächstem Jahr bietet die WKNÖ kostenlose WIFI-Bildungs-Erstberatungen sowie einen Bildungsscheck für Unternehmer an.

Standortfrage!

Auf der Lobbying-Seite sind ebenfalls alle Anstrengungen auf finanzielle Entlastung der Betriebe ausgerichtet. Neben der ersatzlosen Streichung der sogenannten Bagatellsteuern (so etwa Werbeabgabe und Kreditgebühr) macht sich die WKNÖ vor allem für eine spürbare Senkung des Körperschaftssteuersatzes stark.
"In Tschechien soll die Köst auf 28 Prozent und in der Slowakei sogar auf 19 Prozent gesenkt werden", schlägt Zwazl Alarm. Die Höhe der Unternehmenssteuer werde für das Bundesland Niederösterreich immer mehr zur Standortfrage.

Gleiches gilt für die zukünftige europäische Förderkulisse auf europäischer Ebene: "Wir werden in Brüssel alles unternehmen, um ein Fördergefälle zu Niederösterreich zu verhindern", betont die Präsidentin. Und in der Wirtschaftspolitik des Landes werde die Wirtschaftskammer Niederösterreich weiterhin als mitgestaltende Kraft tätig sein, ergänzt WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich. Gezieltes Lobbying sei sowohl bei der Umsetzung der Natura 2000, beim Landesentwicklungskonzept als auch beim Klimaprogramm notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich zu sichern.

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