AKNÖ-Tipps rund um Gutscheine und Umtauschen

Wien (AKNÖ) - Vor allem zu Weihnachten, aber auch zu anderen Anlässen sind Gutscheine ein beliebtes Geschenk. Die Empfänger können dann selbst kaufen, was sie brauchen und was ihnen gefällt. Beschenkte Konsumenten sind allerdings auch immer wieder verunsichert, wenn es um Laufzeit oder Einlösung der Gutscheine geht. Anbei die Antworten von den AK-Konsumentenschützern auf die häufigsten Fragen:

Wie lange sind Gutscheine gültig?
Warengutscheine sind oft nur bis zu einer bestimmten Frist gültig ist. Ist auf dem Gutschein kein Datum angegeben, dann gilt er 30 Jahre lang! Nach Möglichkeit sind Gutscheine ehestens einzulösen, da die Gefahr besteht, dass die Firma in Konkurs geht.

Was, wenn das Geschäft in Konkurs geht?
Es besteht die Möglichkeit, den Wert des Gutscheins als Forderung im Konkursverfahren anzumelden. Bei kleineren Gutscheinbeträgen zahlt sich das in der Regel nicht aus. Wenn überhaupt, wird im Konkursverfahren zumeist nur ein kleiner Teil der Forderungshöhe ausbezahlt.

Kann man vom Unternehmen auch Geld statt Ware verlangen?
Nein, denn der Gutschein gibt nur Recht auf Waren oder Dienstleistungen des Geschäftes.

Was, wenn das gewünschte Produkt billiger ist?
Es gibt kein Recht auf Rückgeld! Die Geschäfte stellen dann einen weiteren Gutschein in der Höhe des Restbetrages aus.

Was, wenn der Gutschein noch einen Schillingbetrag aufweist?
Ist der Gutschein noch in Schilling ausgestellt und noch gültig, dann gilt natürlich der Umrechnungsbetrag in Euro.

Tipps zum Umtausch

Weil es so viele Fragen gibt, setzen viele Konsumenten lieber auf ein persönliches Geschenk. Leider trifft man nicht immer den Geschmack des Beschenkten. In diesem Fall sollte man sich unbedingt eine Umtauschmöglichkeit –falls nicht bereits vorhanden - auf dem Kassabon vermerken lassen. „Denn vielen Kunden ist einfach nicht bewusst, dass das Umtauschen selbst teuerster Waren keine Selbstverständlichkeit ist,“ weiß AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde aus langjähriger Erfahrung.

Auch wenn ein Umtausch vereinbart wurde, ist noch lange nicht gewährleistet, dass man Anspruch auf Bargeld hat. Viele Geschäfte geben lieber Gutscheine aus. Den Kaufpreis bekommt man nur dann rückerstattet, wenn das Produkt einen erheblichen Schaden aufweist, der nicht zu beheben ist. Der abschließende Tipp des Konsumentenschützers: „Auf jeden Fall sollten Sie die Rechnung und die Originalverpackung des Produktes aufheben - das beugt Schwierigkeiten bei der Rückgabe vor.“

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