ÖBB bauen Rollende Landstraße aus

Mit neuer Rola-Verbindung zwischen Salzburg und Palmanova / Italien werden auf der Tauernbahn insgesamt mehr als 100.000 Transit-Lkw pro Jahr auf Schiene gebracht

Salzburg (ÖBB) - Heute, am 25. November 2003, startete zwischen Salzburg und Palmanova/ Provinz Udine, Norditalien eine neue Verbindung der Rollenden Landstraße. Mit der neuen "Rola"-Verbindung können pro Jahr zusätzlich bis zu 11.000 Transit-Lkw auf von der Straße auf die Schiene gebracht werden. Bei der "Rollenden Landstraße" fahren die Lkw im Terminal auf Niederflurwaggons auf. Die fertig gebildeten Züge werden mit umweltfreundlichen Elektroloks per Bahn quer durch Österreich transportiert.

Tauernbahn: Mehr als 100.000 Transit-Lkw auf der Schiene durch sensible Alpenregion
Die Züge der neuen Rola-Verbindung Salzburg - Palmanova verkehren werktags und bieten Platz für 21 Lkw je Richtung - so können pro Jahr weitere 11.000 Transit-Lkw von der Straße auf die Bahn gebracht werden. Derzeit werden über die Relationen Salzburg - Laibach und Wels - Villach pro Jahr rund 97.000 Lkw mit der Rollenden Landstraße auf der Tauernachse transportiert. Mit der neuen Verbindung werden die ÖBB die 100.000er-Grenze deutlich überschreiten. Die neue Rola Salzburg - Palmanova ist neben den bestehenden Verbindungen via Brenner die erste Rollende Landstraße zwischen Österreich und Italien über Tauernbahn und die Pontebbana-Achse (Grenzübergang Tarvisio Boscoverde).

ÖBB Vorstandsdirektor Schmidt: Entlastung der sensiblen Alpenregion "Jeder zusätzliche Transit-Lkw, den die ÖBB mit der neuen Rola-Verbindung auf die Schiene bringen, bedeutet eine klare Entlastung für die Salzburger und Kärntner Bewohner der sensiblen Tauernregion", so ÖBB-Vorstandsdirektor für Personen- und Güterverkehr Ferdinand Schmidt. Mit einem Schienenanteil von 37 Prozent am gesamten Güterverkehr sind die ÖBB die Nummer eins der Güterbahnen Europas. Der Modal-Split im EU-Durchschnitt liegt je nach statistischer Methode bei acht bis zwölf Prozent Bahn-Anteil am Gesamtgüterverkehr.

Zielgruppe: Transit-Lkw aus Griechenland und der Türkei
Die neue Verbindung der Rollenden Landstraße soll vor allem Transit-Lkw aus dem griechischen und türkischen Raum ansprechen. Eine wichtige Transitroute führt nämlich von Salzburg über die Tauern zum Hafen Triest, von wo aus die Lkw per Fähre nach Griechenland gebracht werden und von dort die Fahrt in die Türkei fortsetzen. Das Terminal in Palmanova liegt strategisch günstig im Einzugsbereich des Großverschiebebahnhofes von Cervignano und verfügt über einen eigenen Autobahnanschluss. Eine Ausweitung dieses gemeinsam mit der Firma "Bertani Servici Ferroviari srl." organisierten Neuverkehrs ist derzeit in Planung.

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