- 25.11.2003, 12:15:23
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ÖBB bauen Rollende Landstraße aus
Mit neuer Rola-Verbindung zwischen Salzburg und Palmanova / Italien werden auf der Tauernbahn insgesamt mehr als 100.000 Transit-Lkw pro Jahr auf Schiene gebracht
Salzburg (ÖBB) - Heute, am 25. November 2003, startete zwischen
Salzburg und Palmanova/ Provinz Udine, Norditalien eine neue
Verbindung der Rollenden Landstraße. Mit der neuen "Rola"-Verbindung
können pro Jahr zusätzlich bis zu 11.000 Transit-Lkw auf von der
Straße auf die Schiene gebracht werden. Bei der "Rollenden
Landstraße" fahren die Lkw im Terminal auf Niederflurwaggons auf. Die
fertig gebildeten Züge werden mit umweltfreundlichen Elektroloks per
Bahn quer durch Österreich transportiert.
Tauernbahn: Mehr als 100.000 Transit-Lkw auf der Schiene durch
sensible Alpenregion
Die Züge der neuen Rola-Verbindung Salzburg - Palmanova verkehren
werktags und bieten Platz für 21 Lkw je Richtung - so können pro Jahr
weitere 11.000 Transit-Lkw von der Straße auf die Bahn gebracht
werden. Derzeit werden über die Relationen Salzburg - Laibach und
Wels - Villach pro Jahr rund 97.000 Lkw mit der Rollenden Landstraße
auf der Tauernachse transportiert. Mit der neuen Verbindung werden
die ÖBB die 100.000er-Grenze deutlich überschreiten. Die neue Rola
Salzburg - Palmanova ist neben den bestehenden Verbindungen via
Brenner die erste Rollende Landstraße zwischen Österreich und Italien
über Tauernbahn und die Pontebbana-Achse (Grenzübergang Tarvisio
Boscoverde).
ÖBB Vorstandsdirektor Schmidt: Entlastung der sensiblen Alpenregion
"Jeder zusätzliche Transit-Lkw, den die ÖBB mit der neuen
Rola-Verbindung auf die Schiene bringen, bedeutet eine klare
Entlastung für die Salzburger und Kärntner Bewohner der sensiblen
Tauernregion", so ÖBB-Vorstandsdirektor für Personen- und
Güterverkehr Ferdinand Schmidt. Mit einem Schienenanteil von 37
Prozent am gesamten Güterverkehr sind die ÖBB die Nummer eins der
Güterbahnen Europas. Der Modal-Split im EU-Durchschnitt liegt je nach
statistischer Methode bei acht bis zwölf Prozent Bahn-Anteil am
Gesamtgüterverkehr.
Zielgruppe: Transit-Lkw aus Griechenland und der Türkei
Die neue Verbindung der Rollenden Landstraße soll vor allem
Transit-Lkw aus dem griechischen und türkischen Raum ansprechen. Eine
wichtige Transitroute führt nämlich von Salzburg über die Tauern zum
Hafen Triest, von wo aus die Lkw per Fähre nach Griechenland gebracht
werden und von dort die Fahrt in die Türkei fortsetzen. Das Terminal
in Palmanova liegt strategisch günstig im Einzugsbereich des
Großverschiebebahnhofes von Cervignano und verfügt über einen eigenen
Autobahnanschluss. Eine Ausweitung dieses gemeinsam mit der Firma
"Bertani Servici Ferroviari srl." organisierten Neuverkehrs ist
derzeit in Planung.
OTS0141 2003-11-25/12:15
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