- 25.11.2003, 11:40:50
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Unsere Wasser-Kompetenz im Donauraum weiterentwickeln
Lebensministerium und die Stadt Wien blicken in die WasserZukunft
Wien (25.11.2003) Österreich kann im Gegensatz zu vielen Ländern der
Welt auf eine maximale Versorgungssicherheit bauen. Diese günstige
Situation ist auf eine nachhaltige Wasserpolitik zurückzuführen, die
in Österreich eine lange Tradition besitzt, jedoch auch in Zukunft
abzusichern ist. Deshalb ist es wichtig, dass Zukunftsperspektiven
mit der Bevölkerung in ganz Österreich diskutiert werden. Das wurde
in den in jedem Bundesland stattfindenden WasserZukunftskonferenzen
realisiert. Diese Konferenzserie zum „Jahr des Wassers“ wird mit der
heutigen Konferenz in Wien erfolgreich abgeschlossen. Auf
politischer Ebene sind die Eckpunkte für eine gute WasserZukunft
Österreichs in die rot-weiß-rote Wassercharta eingeflossen. In zehn
Punkten sind darin die Ziele zusammen gefasst, die Österreich in den
nächsten Jahren verfolgen sollte. Dies erklärte Umweltminister Josef
Pröll im Rahmen einer Pressekonferenz zur "WasserZukunft Wien“.
Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl: „Mit der
Gründung der IAWD (Internationale Arbeitsgemeinschaft der
Wasserwerke im Donaueinzugsbereich) hat die Stadt Wien vor 10 Jahren
eine Initiative im Donauraum gesetzt, deren hohe Wertigkeit,
besonders im Hinblick auf die EU-Osterweiterung, sich auch durch die
Zusammenarbeit mit dem Weltverband IWA (International Water
Association) bestätigt und zur Zuerkennung des IWA-Weltkongresses
2008 in Wien geführt hat.“ Dies teilen das Lebensministerium und die
Stadt Wien mit.****
Österreich ist das "Wasserschloss" Europas. 99 % der Bevölkerung
werden mit Quell- und Grundwasser versorgt. Dies ist eine weltweit
einzigartige Situation. Lediglich 3 % des Wasserdargebots werden
derzeit genutzt. 86 % der Bevölkerung sind an öffentliche
Abwasserreinigungsanlagen angeschlossen. 87 % der Fließgewässer
weisen Güteklasse II (2001) oder sogar besser auf, 1998 waren dies
nur 81 %. Alle Seen haben Badewasserqualität.
Um diese "Poleposition" auch in Zukunft absichern zu können, sind
wir auf vielen Ebenen gefordert. Neben den notwendigen legistischen
Weichenstellungen, die mit der im Juli im Parlament beschlossenen
Wasserrechtsnovelle gelegt wurden, sind die Steigerung der
Wertschätzung des Wassers in der Bevölkerung und die Sichtbarmachung
der Bedeutung der (Über)lebensressource zentrale Herausforderungen
der nächsten Jahre. Die österreichische
Bevölkerung ist verstärkt in die WasserZukunft einzubeziehen. "Alle
Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sollen die Chance haben, ihre
Ideen einzubringen", so Umweltminister Josef Pröll zur Frage der
Öffentlichkeitsbeteiligung in Österreich. Im "Jahr des Wassers 2003"
werden durch die vielen Partizipationsmöglichkeiten für die
Bevölkerung und das reichhaltige Informations- und Aktionsprogramm
dazu hervorragende Grundlagen geschaffen. Eine aktive Rolle spielt
Österreich auch im Donauraum. So war
Österreich maßgeblich am Zustandekommen des
Donauschutzübereinkommens beteiligt. Es ist DIE Plattform für die
wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit der Donaustaaten. Österreich
übt seine Schlüsselrolle in der Weitergabe seines Know-hows in bezug
auf die Wasserrahmenrichtlinie, in der Wasserver- und
Abwasserentsorgung und in Twinningprojekten, in denen die
Beitrittskandidaten auf die EU-Mitgliedschaft vorbereitet werden
sollen, engagiert aus.
Am 24. Oktober 1993 startete von Wien aus die Initiative zur
Zusammenarbeit der Trinkwasserwirtschaft im Donaueinzugsbereich, mit
der Gründung der IAWD. Wasserexpert/innen aus den Donauländern
setzten sich zum Ziel, die bereits erfolgreiche Kooperation der
Wasserwerke im Einzugsgebiet des Rheins nun auch im Bereich der
Donau möglich zu machen.
IWA-Weltkongress 2008 in Wien
Die Zusammenführung der Fachleute der Trinkwasserwirtschaft im
Donauraum unter der Führung der IAWD brachte auch weltweite
Anerkennung.
Die International Water Association hat daher den Donauraum für die
kommenden fünf Jahre als Hauptzielgebiet ihrer Aktivitäten
ausgewählt. Seminare, Workshops und Konferenzen werden den Know-how-
Austausch verstärken und als Abschluss wird 2008 der IWA-
Weltkongress in Wien stattfinden, zu dem 3000 Wasserexpert/innen
erwartet werden.
Die IWA entstand im Jahr 2000 aus der Zusammenführung zweier
Weltverbände IWSA (Wasserversorgung) und IAWQ (Wasserentsorgung).
Alle zwei Jahre findet jeweils auf einem anderen Kontinent ein IWA-
Weltkongress statt. Die Bundeshauptstadt steht in einer Reihe mit
Melbourne 2003, Marakesch 2004 und Peking 2006. Nach Österreich wird
der Weltkongress auf dem amerikanischen Kontinent durchgeführt.
Basis für diese Aktivitäten ist weiterhin die volle nationale
Verfügungsgewalt über unser Wasser. Dies ist durch die
Einstimmigkeit auf EU-Ebene abgesichert und nimmt der oftmals
geschürten Sorge der Bevölkerung, dass unser
Wasser gegen unseren Willen ins Ausland verkauft wird, den Wind aus
den Segeln. Gleichzeitig wendet sich Pröll gegen eine Politik, die
Ängste schürt. "Wasser ist zu kostbar,
als dass es dazu benutzt wird, um in der Öffentlichkeit Angstmache
zu betreiben, dagegen trete ich in aller Entschiedenheit auf.
Österreichisches Wasser ist glasklar und bleibt rot-weiss-rot!"
(Schluss)
OTS0112 2003-11-25/11:40
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