• 25.11.2003, 10:44:04
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Blecha: "Pensionisten wurden verraten und verkauft"

Österreichweiter Aktionstag am Krampustag am 5. Dezember

Wien (SK) Heftige Kritik am Pensionsanpassungsbeschluss im heutigen
Ministerrat übt der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs,
Karl Blecha. "Zunächst wurde die gesetzlich anerkannte
Interessenvertretung der älteren Menschen, der österreichische
Seniorenrat, nicht zu Verhandlungen geladen - ein einmaliger Vorgang.
Die Regierung ignorierte damit zwei Millionen Pensionisten. Das
gestrige koalitionsinterne Gespräch zwischen Schüssel, Haupt und
VP-Seniorenbundobmann Knafl sowie FP-Seniorenringobmann Tremmel sei
mehr als eine Enttäuschung - "Kein Euro, kein Cent wurde für die
Pensionisten erreicht. Die schwarzen und blauen Seniorenvertreter
haben sich über den Tisch ziehen lassen, denn FPÖ-Klubobmann
Scheibner hatte im Vorfeld ja noch eine Nachbesserung in Aussicht
gestellt", so Blechas Reaktion.

"Neuerlich verlieren die Pensionisten an Kaufkraft, weil ihre
Pensionen unter der Teuerung angepasst werden", empörte sich Blecha.
"Und das, obwohl den Pensionisten die Wertsicherung in der
Regierungserklärung versprochen wurde. Dieses Versprechen wurde
gebrochen, die Pensionisten wurden verraten und verkauft!", so Blecha
am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Alleine heuer belaufen sich die zusätzlichen Belastungen für
Österreichs Pensionisten durch Steuererhöhungen (Energie),
Gebührenerhöhungen, die nicht mehr zu Buche stehenden Einmalzahlungen
der letzten Jahre, die Erhöhung des Krankenkassenbeitrages und die
allgemeine Teuerung auf 32 Euro 70 Cent. Lediglich 10,02 Euro davon
werden abgegolten. Blecha: "Jede Pensionistin, jeder Pensionist
verliert dadurch Monat für Monat 22,70 Euro, rund 4.000 Schilling im
Jahr!"

Der Pensionistenverband Österreichs ruft daher am Krampustag, am 5.
Dezember 2003, zu einem österreichweiten Aktions-, Informations- und
Protesttag auf. 500.000 Informations-Folder über den neuerlichen
Pensionsraub sind gedruckt und werden an die Pensionisten verteilt.
Blecha abschließend: "Jetzt reicht's!" (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs,
Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01 313 72 31

OTS0087    2003-11-25/10:44

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