Blecha: "Pensionisten wurden verraten und verkauft"

Österreichweiter Aktionstag am Krampustag am 5. Dezember

Wien (SK) Heftige Kritik am Pensionsanpassungsbeschluss im heutigen Ministerrat übt der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha. "Zunächst wurde die gesetzlich anerkannte Interessenvertretung der älteren Menschen, der österreichische Seniorenrat, nicht zu Verhandlungen geladen - ein einmaliger Vorgang. Die Regierung ignorierte damit zwei Millionen Pensionisten. Das gestrige koalitionsinterne Gespräch zwischen Schüssel, Haupt und VP-Seniorenbundobmann Knafl sowie FP-Seniorenringobmann Tremmel sei mehr als eine Enttäuschung - "Kein Euro, kein Cent wurde für die Pensionisten erreicht. Die schwarzen und blauen Seniorenvertreter haben sich über den Tisch ziehen lassen, denn FPÖ-Klubobmann Scheibner hatte im Vorfeld ja noch eine Nachbesserung in Aussicht gestellt", so Blechas Reaktion.

"Neuerlich verlieren die Pensionisten an Kaufkraft, weil ihre Pensionen unter der Teuerung angepasst werden", empörte sich Blecha. "Und das, obwohl den Pensionisten die Wertsicherung in der Regierungserklärung versprochen wurde. Dieses Versprechen wurde gebrochen, die Pensionisten wurden verraten und verkauft!", so Blecha am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Alleine heuer belaufen sich die zusätzlichen Belastungen für Österreichs Pensionisten durch Steuererhöhungen (Energie), Gebührenerhöhungen, die nicht mehr zu Buche stehenden Einmalzahlungen der letzten Jahre, die Erhöhung des Krankenkassenbeitrages und die allgemeine Teuerung auf 32 Euro 70 Cent. Lediglich 10,02 Euro davon werden abgegolten. Blecha: "Jede Pensionistin, jeder Pensionist verliert dadurch Monat für Monat 22,70 Euro, rund 4.000 Schilling im Jahr!"

Der Pensionistenverband Österreichs ruft daher am Krampustag, am 5. Dezember 2003, zu einem österreichweiten Aktions-, Informations- und Protesttag auf. 500.000 Informations-Folder über den neuerlichen Pensionsraub sind gedruckt und werden an die Pensionisten verteilt. Blecha abschließend: "Jetzt reicht's!" (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01 313 72 31

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