- 25.11.2003, 10:17:57
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Mikl-Leitner: Gewalt an Frauen nicht nur heute ernstnehmen
Land NÖ setzt zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Frauen
St. Pölten (NÖI) - "Der 25. November ist ein Tag, der uns weltweit
auf notwendige Veränderungen im Umgang mit Gewalt aufmerksam macht.
Über dieses Thema sollte aber nicht nur heute diskutiert werden,
sondern immer, denn die Statistiken sind erschütternd und zeigen uns
ein trauriges Bild: Jede 5. in einer Beziehung lebende Frau hat
Gewalt erlebt", stellt LR Mag. Johanna Mikl-Leitner zum heutigen
Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen fest.****
So wird in Niederösterreich permanent an Verbesserungen für die
Situation von Frauen, die Gewalt erleben mussten, bzw. müssen,
gearbeitet. So wurde in Niederösterreich die Interventiontionsstelle
gegen Gewalt in St. Pölten mit 2 Außenstellen in Zwettl und in Wiener
Neustadt., eingerichtet. Darüber hinaus gibt es in unserem Bundesland
fünf Frauenhäuser, die Anlaufstelle und Unterkunft für Frauen und
Kinder in Notsituationen sein sollen. Allein im Jahr 2002 fanden 210
Frauen und 219 Kinder Schutz in den NÖ Frauenhäusern, so
Mikl-Leitner.
Erste Anlaufstellen für Betroffene sind aber in der Regel auch die
Ambulanzen der Krankenanstalten. Der Umgang mit Personen, die von
Gewalt betroffen sind, erfordert Sensibilität. Deswegen wird auf
Initiative des NÖ Frauenreferates seit dem Jahr 2000 in
Niederösterreich flächendeckend das Ärzte- und Pflegepersonal in NÖ
Krankenanstalten auf das Erkennen von Gewaltanwendung geschult.
Niederösterreich ist hier das einzige Bundesland, das eine derartige
flächendeckende Schulung anbietet, betont Mikl-Leitner.
Heuer wurden zusätzlich erstmals Seminare für MitarbeiterInnen der
NÖ Sozialpsychiatrie angeboten. Im Arbeitsjahr 2004 sollen auch
niedergelassene Ärzte und Ärztinnen sowie Amtsärzte spezielle im
Rahmen von Informationsveranstaltungen geschult werden. "Wir erwarten
uns durch unsere Aufklärungsarbeit eine schrittweise Verbesserung der
Situation von jenen Frauen, die Gewalt ausgesetzt ist. Jeder Schritt
den wir hier setzen ist ein wichtiger und richtiger Schritt in die
richtige Richtung", ist Mikl-Leitner überzeugt.
OTS0073 2003-11-25/10:17
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