Kanada: Idealer Markt zum Einstieg nach Nordamerika

Österreichische Exporte entwickeln sich positiv - Plus 9,1% in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres

Wien (PWK832) - "Kanada ist ein 'economic heavyweight', weltweit
die siebentgrößte Industrienation und unter den so genannten G7 in den letzten drei Jahren auch deren Klassenprimus", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Und von diesem Status Kanadas profitiert auch die österreichische Exportwirtschaft. Koren: "Unsere Ausfuhren nach Kanada entwickeln sich hervorragend. Alleine in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres machte das Exportplus gegenüber der Vorjahresperiode 9,1% aus." Insgesamt lieferten österreichische Unternehmen in diesem Zeitraum Waren im Wert von 366 Mio Euro nach Kanada.

Die gute Wirtschaftsentwicklung Kanadas offenbart sich in einem kontinuierlichem BIP-Wachstum in den vergangenen acht Jahren mit zuletzt 3,4% im Jahr 2002, Budgetüberschüssen seit sechs Jahren in Folge zwischen vier und acht Milliarden Kanadischen Dollar (CAD). Im Jahr 2002 wurden 560.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, die Inflation ist mit rund 2% unter Kontrolle und Kanada erwirtschaftet laufend hochpositive Handelsbilanzen. Heuer wird das BIP-Plus auf Grund von SARS, BSE, Blackouts (Stromausfällen), Wirbelstürmen, Waldbränden und Hochwasser mit 1,9% etwas geringer ausfallen. 2004 sollte es im Sog der USA und einer steigenden Konsumnachfrage wieder auf 2,7% zulegen. Die große innerkanadische Stütze sind dabei Wohnbau, Autoindustrie, Bergbau-Energiesektor und die Umsetzung der Kyoto-Ziele.

"Der bilaterale Außenhandel verläuft solide und die Handelsbilanz ist zu Gunsten Österreichs positiv", berichtet Karl Schmidt, WKÖ-Handelsdelegierter in Toronto. Bei den Ausfuhren dominieren Maschinen und Fahrzeuge. Große Chancen sieht Schmidt im Bereich Umweltsektor und auch bei Konsumgütern. Derzeit laufende Referenzprojekte der Firmen Doppelmayr, Jungbunzlauer und Starlim sind erfolgreiche Motivation und Beispiel. Die Außenhandelsstelle Toronto ist voll in die Internationalisierungsoffensive "Automotive Industry" eingebunden, die mit einem hochkarätig besetzten NAFTA-Forum vergangene Woche in Österreich startete. 2004 sind etliche Folgeveranstaltungen in Kanada geplant. Weitere Schwerpunkte werden der Aufbau eines Netzwerkes Umwelttechnologien (z.B. bei der GLOBE 2004 in Vancouver) und Konsumgüterpräsentationen sein (z.B. Austrian Wine Event Mai 2004).
Christoph Grabmayr, WKÖ-Handelsdelegierter in Montreal, stellt Gründe für ein Engagement österreichischer Unternehmen in Kanada dar: "Wie die Zahlen erkennen lassen, sind Kaufkraft und Investitionslust ungebrochen, Kanada ist ausländischen Produkten und Ideen gegenüber generell aufgeschlossen und der kanadische Multikulturalismus erstreckt sich auch auf Industrieprodukte." Der kanadische Markt ist für den Markteintritt in Nordamerika ein idealer Testmarkt. Der Markt ist überschaubarer als jener in den USA, die Markteintrittskosten sind geringer, und auch die Risiken sind geringer als in den Vereinigten Staaten. Für 2004 hat die Außenhandelsstelle Montreal folgende Schwerpunkte gesetzt: Die Messe der National Snow Industries Association im Februar bringt Vertreter und Importeure der Wintersportindustrie aus ganz Kanada nach Montreal. Mit einer Teilnahme an Markterkundungsreisen können österreichische Unternehmen Geschäftspartner kennenlernen, die im jeweiligen Sektor Rang und Namen haben. Im April gibt es die Informatikausstellung MIM. Für österreichische IT-Unternehmen sieht Grabmayr besondere Chancen in industriesektorspezifischen Lösungen und im Mobilbereich. Abgesehen davon bietet sich Kanada gerade im IT-Sektor für Erstkontakte nach Nordamerika an. Ausgezeichnete Chancen bestehen außerdem im Umwelt-und Infrastrukturbereich, wo es vermehrt zu Public-Private-Partnerships kommen wird: Wasser, Energie, Abfall, Transport - in all diesen Bereichen werden Maßnahmen zur Effizienzsteigerungen gesetzt werden, und österreichische Firmen können hier vorne mit dabei sein.

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