- 24.11.2003, 13:04:53
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Weinzinger: Genitalverstümmelung als Asylgrund anerkennen
Schutz vor Gewalt gegen Frauen muss voran getrieben werden
OTS (Wien) - Anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen
Gewalt an Frauen fordert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der
Grünen, zum wiederholten Male die Genitalverstümmelung an Menschen,
was in erster Linie Frauen trifft, als Asylgrund anzuerkennen.
Weinzinger kritisiert insbesondere Innenminister Strasser, der im
vorliegenden Gesetzesentwurf für ein neues Asylgesetz, die
Genitalverstümmelung als Asylgrund wieder ignoriert.
Ein Kriterienkatalog für den Schutz vor geschlechtsspezifischer
Verfolgung und für den Schutz vor Gewalt ist für die Grünen ebenfalls
seit langer Zeit schon ausständig.
"Innerhalb Österreichs muss der Ausbau des Schutzes durch eine
Verstärkung von Präventionsstellen gegen Gewalt an Frauen voran
getrieben werden. Darüber hinaus gilt es, die Frauenhäuser in
Österreich finanziell abzusichern und notwendige Ausweitungen von
Frauenhäusern schnell und ernsthaft zu entscheiden", erklärt
Weinzinger, die diese Forderung an die zuständige Frauenministerin
Rauch-Kallat richtet.
Abschließend verweist Weinzinger darauf, das sexistische
Darstellungen von Frauen auf allen Ebenen, insbesondere in Medien und
Werbung, der Gewalt gegen Frauen einen beträchtlichen Vorschub
leistet.
OTS0150 2003-11-24/13:04
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