• 23.11.2003, 08:00:00
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"profil": Innenminister zweifelt am Durst von Afrikanern

Minister Strasser in einer Beschwerde an den UVS: Asylwerber "aus sehr heißen Ländern verspüren ein geringes Trinkwasserbedürfnis"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Innenminister Ernst Strasser
Beschwerde gegen einen Spruch des Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS)
eingelegt. Dieser hatte Ende September einem Asylwerber Recht
gegeben, der sich nach einer Polizeirazzia vom 17. Jänner 2000 im
Flüchtlingslager Traiskirchen wegen körperlicher Misshandlung und
rassistischer Beschimpfungen durch die Exekutivbeamten an den UVS
gewandt hatte.

Unter anderem hatte der Asylwerber vorgebracht, die Polizisten
hätten elementare Grundbedürfnisse, wie Wassertrinken, verweigert. In
seiner Beschwerde zweifelt nun Strasser am Durstgefühl der
stundenlang gefesselt festgehaltenen Afrikaner: Da diese "ausnahmslos
aus sehr heißen afrikanischen Ländern stammen und daher bei kalten
Temperaturen eher ein geringes Trinkwasserbedürfnis verspüren
sollten", hätten sich die Asylwerber "nicht zu trinken getraut".

Der Rechtsvertreter des Asylwerbers, der Wiener Anwalt Wolfgang
Rainer, reagierte auf die Begründung des Innenministers mit den
Worten: "Das ist Rassismus".

OTS0005    2003-11-23/08:00

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