• 21.11.2003, 13:15:35
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Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 24.11. bis 28.11.2003

Wien (OTS) -

USD       Euribor    Dt.Bund   ATX     DAX     DJ Ind.
 21. Nov 03   1,188     2,15 %     4,34 %    1448,4  3648,8  9619,4
 14. Nov 03   1,178     2,16 %     4,38 %    1446,8  3781,5  9837,9
 Veränderung  -0,83 %   -0,01%Pkt  -0,04%Pkt 0,11 %  -3,51%  -2,22 %

Die Wirtschaftsdaten, die in der vergangenen Woche veröffentlicht
wurden, fielen vor allem in den USA wieder mehrheitlich gut aus. Der
von der Federal Reserve Bank von New York ermittelte Index für das
Verarbeitende Gewerbe für November stieg auf ein Rekordhoch von 41,0
Punkte nach 34,1 Punkten im Oktober. Der entsprechende Index der
Philadelphia FED zeigte mit 25,9 Punkten nach 28,0 Punkten im Oktober
eine leichte Wachstumsverlangsamung. Werte über Null signalisieren
ein Wachstum in der entsprechenden Region und geben damit einen
Hinweis auf die Entwicklung der gesamten US-Industrie. Auch der
US-Frühindikator für Oktober konnte mit 0,4 Prozent M/M nach einem
unveränderten Stand im September wieder zulegen. Die
Industrieproduktion in der Eurozone ist im September auf Monatsbasis
wie im Vormonat wieder leicht gefallen. In den USA stehen in dieser
Woche Konsumentenvertrauen, Auftragseingänge langlebiger
Wirtschaftsgüter, Beige Book und Chicago Einkaufsmanagerindex auf dem
Programm. In Euroland werden die Vertrauensindizes und in Deutschland
der IFO Geschäftsklimaindex veröffentlicht. In der Tendenz von guten
US-Daten und einer leichten Verbesserungen bei den
Euroland-Indikatoren erwarten wir keine Veränderung.

Die Aktienmärkte wurde in der vergangenen Woche von
Terroranschlägen in Istanbul und Handelsstreitigkeiten zwischen den
USA und der Volksrepublik China belastet. In der Eurozone hat sich
zusätzlich der weitere Anstieg des Euro negativ auf die Märkte
ausgewirkt. In diesem Umfeld verzeichnete vor allem der volatile DAX
mit minus 3,5 Prozent einen deutlichen Kursverlust. Der ATX
präsentiert sich kaum verändert.

Mit einer zeitlichen Verzögerung zu den USA von etwa zwei Wochen
hat mittlerweile auch in Europa der überwiegende Teil der Unternehmen
sein Quartalsergebnis präsentiert. In den nächsten Wochen stehen nur
mehr vereinzelte Ergebnispräsentationen auf dem Plan. In der
Grundtendenz von mehrheitlich guten Quartalszahlen und vorsichtig
optimistischem Ausblick hat sich auch in der letzten Wochen nichts
verändert. Mit dem Ende der Berichtssaison werden es in den nächsten
Wochen wieder vor allem die Wirtschaftsdaten sein, die die Richtung
der Märkte vorgeben. Nach den zahlreichen Terroranschlägen der
letzten Wochen sind jedoch auch die geopolitischen Risiken wieder
vermehrt in den Vordergrund gerückt. Sollte sich die Serie der
Terroranschläge fortsetzten, dürfte in einem unsichereren Umfeld auch
die Bereitschaft der Marktteilnehmer steigen, die deutlichen
Kurssteigerungen der vergangenen Monate zu realisieren. In den USA
sind die Märkte am Donnerstag wegen Thanksgiving geschlossen. Mit den
gestiegenen geopolitischen Risiken und einem erwarteten geringeren
Engagement der Marktteilnehmer im Vorfeld des Feiertags an der
US-Leitbörse erwarten wir in dieser Woche eine Seitwärtsentwicklung
an den Aktienmärkten.

In Österreich hat die ÖIAG am Donnerstag ihr Aktienpaket von 25
Prozent an Böhler-Uddeholm zu einem Stückpreis von 48,50 Euro an
institutionelle und private Investoren im In- und Ausland verkauft
und damit rund EUR 133,4 Mio erlöst. Der Streubesitz erhöhte sich
damit von 44,8 auf 69,8 Prozent. Wir erachten die Böhler-Aktie
weiterhin als kaufenswert. Trotz des Kursanstieges der Böhler-Aktie
seit Anfang Oktober ist das Unternehmen im Vergleich zur Peer Group
nach wie vor deutlich geringer bewertet. Mittelfristig sollte sich
auch die höhere Attraktivität der Aktie durch den höheren Streubesitz
positiv auf den Aktienkurs niederschlagen.

OTS0186    2003-11-21/13:15

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VBF

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