- 21.11.2003, 11:47:12
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"Bomben gegen Juden"
Bundesregierung will trotzdem nicht für die Sicherheitskosten der Israelitischen Kultusgemeinde aufkommen.
Wien (OTS) - "Jüdische Einrichtungen waren schon immer Ziele von
Terroranschlägen. Angesichts des aufkeimendem Antisemitismus in
Europa, der sich immer öfter auch in gewaltvollen Handlungen zeigt,
muss die Bundesregierung endlich aufwachen und die Kosten für den
Schutz der jüdischen Staatsbürger aufkommen", ist Mag. Rafael
Schwarz, Kultusrat der IKG-Wien, über die Ignoranz und das Nichtstun
der Bundesregierung angesichts der erhöhten Terrorgefahr empört.
"Diese extreme antisemitische Welle wird von den Verantwortlichen in
Österreich bislang völlig ignoriert. Ich frage mich, ob erst
Österreicher sterben müssen, damit endlich Taten folgen", meint
Schwarz angesichts der Bomben in Istanbul, dem Brandanschlag in Paris
und der zahlreichen antisemitischen Aussagen in Europa.
Nach den verheerenden Anschlägen auf zwei Synagogen am Samstag,
wurden gestern erneut zwei Bomben in Istanbul gezündet. Ebenfalls am
Wochenende wurde eine jüdische Schule in Paris angezündet. In
Deutschland werden Juden von einem Spitzenpolitiker als "Tätervolk"
bezeichnet und in Griechenland sieht ein Musiker die "Wurzel des
Bösen" bei den Juden.
Mag. Rafael Schwarz
Kultusvorsteher der Israelitischen Kultusgemeinde
OTS0132 2003-11-21/11:47
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