HUAINIGG: WIE GEHT ES BEHINDERTEN KINDERN IN ÖSTERREICH?

Attraktionen für Rollstuhlfahrer eine Innovation für alle!

Wien, 20. November 2003 (ÖVP-PK) "Wie geht es behinderten Kindern in Österreich?", fragte heute, Donnerstag, ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg anlässlich des internationalen Tages der Kinderrechte. Aus eigener Erfahrung wisse er schon seit seiner Kindheit, wie es ist mit einer Behinderung zu leben und "wie viele Vorurteile durch die Tabuisierung damit verbunden sind". Wichtig sei es, Kinder mit dem Thema Behinderung zu konfrontieren und aufzuklären, denn "nur so erfahren Kinder, dass eine Behinderung keine schlimme Krankheit ist und behinderte Menschen sehr wohl ein erfülltes Leben führen können", sagte der ÖVP-Behindertensprecher. ****

Für Eltern behinderter Kinder sei die Suche nach geeigneten Kindergärten, Spielplätzen und Freizeitangeboten auch heute immer wieder mit großer Mühe verbunden. "Kindergärten, Spielplätze und sonstige Einrichtungen müssen Plätze für alle Kinder sein", sagte Huainigg. Es sei notwendig, bei der Planung auch auf die besonderen Bedürfnisse behinderter Kinder Rücksicht zu nehmen. "Attraktionen für Rollstuhlfahrer" würden sicher nicht nur behinderte Kinder begeistern, sondern eine Innovation für alle darstellen und zeigen "dass eine Behinderung nicht ausschließt", so der ÖVP-Behindertensprecher.

Im Bereich der Schulintegration sei in den letzten Jahren viel, aber noch zuwenig, passiert. Das Recht auf Integration sei bis zur achten Schulstufe gesetzlich verankert und habe dazu geführt, dass viele behinderte Kinder in der Regelschule unterrichtet werden. "Jetzt ist es wichtig, über Qualitätskriterien im Bereich der schulischen Integration zu diskutieren, um jedem Kind eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen". Die Plattform Klasse:Zukunft bietet dafür auch eine geeignete Plattform. Bei der Erstellung von Leistungskriterien für den gesamten Bildungsbereich sei es auch notwendig, Ziele der Integration wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und selbstständiges Arbeiten etc. für alle Schüler zu definieren, sagte Huainigg abschließend.
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